Chapala

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Chapala ist eine Bezirkshauptstadt in Jalisco. Die Stadt hat ca. 43.000 Einwohner, der offizielle Anteil indigener Gruppen beträgt lediglich 0,13 Prozent. 1931 wurde der Ort dem Großbezirk von Guadalajara einverleibt, 1939 erhielt Chapala jedoch wieder die Stadtrechte zurück.

Die Stadt befindet sich in einer Region, die hauptsächlich eine indigene Geschichte hat. In ihren Volksfesten vereinen sich heidnische mit religiösen Bräuchen, beispielsweise der Karneval und das Fest des Schutzheiligen San Francisco de Asís. Die Stadt liegt neben dem gleichnamigen See und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Der Name "Chapala" bedeutet "Feuchter Ort" (Coca) oder "Ort der Heuschrecken über dem Wasser" (Náhuatl).

Chapala geht vermutlich auf eine Gründung von Náhuatl-sprechenden Nomaden im 12.Jahrhundert zurück. 1524 fiel der Ort unter spanische Kontrolle (Señorio de Chapallan), Franziskanermönche übernahmen die Christianisierung. In der Kolonialzeit war Chapala eine primör landwirtschaftlich ausgerichtete Encomienda, Europäer ließen sich erst gegen Ende des 17.Jahrhunderts hier nieder. Während des Mexikanischen Unabhängigkeitskrieges war Chapala Zentrum aufständischer Bauern, die erst 1816 den Kampf aufgaben. Mit wachsendem Wohlstand der Einwohner von Guadalajara entwickelte sich auch Chapala ab 1885 zum Ausflugsort, es entstehen Ferienhäuser. Ein Eisenbahnanschluss verbindet den Ort mit Guadalajara und Mexiko-Stadt.

Siehe auch: Chapalasee

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