Chenes Stil

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Regionaler Baustil der Maya (Hochkultur) im End-Klassikum

Chenes leitet sich von dem yukatekischen Mayawort „ch`e `en“ (Brunnen) ab und ist sowohl die Bezeichnung für eine südlich an die Puuc-Region grenzende Region (Chenes-Region) im Bundesstaat Campeche, wie auch die Bezeichnung eines lokalen Baustils (Chenes Stil) im End-Klassikum.

Chenes Stil

Der Chenes-Stil ist stark beeinflusst vom „Río Bec Stil“ (Baustil der Maya-Spätklassik 600-900 n.Chr. im Südosten der Halbinsel Yucatáns).

Ein typisches Merkmal des Chenes-Stil sind dreigeteilte Fassaden, die zwar kleiner sind als in der Puuc-Region, dafür aber meistens über die ganze Höhe verziert sind. Die unteren Fassadenteile wurden oftmals mit einer Reihe Rundsäulen dekoriert. Hauptgebäudeeingänge wurden vielfach als Reptilienrachen dargestellt, wobei die Zahnreihe des Oberkiefers um die Türöffnung herumgelegt wurde. Der optische Eindruck, „Eingang durch den Rachen des Reptils“, wurde teilweise durch einen vorgeschobenen Unterkiefer verstärkt. Dieser Efffekt wurde dadurch erreicht, dass ein dem Eingang vorgelagerter plattformartiger Absatz mit Eckzähen und Zahnreihen versehen ist.

Ausgrabungsstätte im Chenes-Stil sind unter anderen: Xtampac, Hochob,Dzibalnocac Tacob und Dzehkabtún

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