Chiapas (Bundesstaat)

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Chiapas
Bundesstaat Chiapas
Hauptstadt Tuxtla Gutierrez
Municipios (Gemeinden) 118
Lage Sierra Madre de Chiapas und Meseta Central de Chiapas nehmen den Großteil der Landesfläche ein.
Größe 74.211 km² (Stand 2000 lt. INEGI)
Wirtschaft Kaffee, Kakao, Zuckerrohr, Bananen, Tourismus.
Einwohnerzahl ca. 3,9 Millionen. Davon ca. ein Drittel Indígenas.
Bevölkerung Mestizen, Choles , Tojolabales , Tzotziles, Tzeltales, Zoques, Mames, Lacandones und Mochos.
Klima Tropisch-warm und feucht. Kältezonen in den mehr als 3000 Meter hohen Bergen.
Besonderheit Archäologische Stätten: Bonampak, Chincultic, Yaxchilán, Palenque und Toniná
Gouverneur Von 8.Dezember 2006 – 7.Dezember 2012, Juan Sabines Guerrero, (PRD)
Website http://www.chiapas.gob.mx/
 Chiapas,Indígenas
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Chiapas,Indígenas
 Chiapas
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Chiapas
 Chiapas
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Chiapas
Junge Tzeltal Frau in  Tenejapa, Chiapas
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Junge Tzeltal Frau in Tenejapa, Chiapas

Chiapas: Südlichster Bundesstaat Mexikos

Inhaltsverzeichnis

Der Bundesstaat

Chiapas (Chis), Mexikos südlichster Bundesstaat, grenzt im Osten an Guatemala, im Süden an den Pazifischen Ozean, im Westen an die Bundesstaaten Veracruz und Oaxaca und im Norden an den Bundesstaat Tabasco. Chiapas, einer der ärmsten Staaten Mexikos, umfasst 74.211 km² (Stand 2000 lt. INEGI), aufgeteilt in 118 Municipios. In 109 der 118 Bezirke herrscht extreme Armut.
Geschätzte Einwohnerzahl des Bundesstaates ca. 3,9 Millionen. Davon ca. ein Drittel Indígenas. Die Hauptstadt des Staates ist Tuxtla Gutierrez. Die beiden größten Gebirgsketten, die Sierra Madre de Chiapas und die Meseta Central de Chiapas nehmen den Großteil der Landesfläche ein.

Biopiraterie und die anhaltende Abholzung bedrohen ernsthaft den tropischen Regenwald . Im Chiapas gibt es riesige Erdölvorkommen. Die gesicherten Erdölreserven betragen ca. 65 Milliarden Barrel, geschätzte Vorräte 250 Milliarden Barrel.

Regionen

Der Bundesstaat Chiapas wird aus geographischen Gründen in zwei Bereiche unterteilt: Südwestlicher Teil und Nordosten.

  • Südwestliche Teil. Er umfasst die Regionen: Zentrum, Fraylesca, Istmo-Küste, Bergland(Sierra) und Soconusco
  • Nordosten. Er umfasst die Regionen: Hochland (Altos), Nördliche Zone (Norte), Lakandonischer Urwald (Selva) und Grenzland (Fronteriza)

In den Regionen Hochland (Altos), Nördliche Zone (Norte) und Lakandonischer Urwald (Selva) lebt ca. 81,5 Prozent der indigenen Bevölkerung des Bundesstaates.

Die so genannten „Konfliktzone“ (siehe hierzu: EZLN) umfasst die Regionen Hochland (Altos), Lakandonischer Urwald (Selva) und Urwald Grenzgebiet, sowie die Nördliche Zone (Norte).

Geschichte

Vor der Eroberung durch die Spanier war Chiapas ein Zentrum der Maya - Kultur. 300 n. Chr. entstanden die ersten Städte. Als die Spanier im Jahr 1528 Chiapas unterwarfen und die Städte Chiapa de Corzo und San Cristóbal de las Casas gründeten, waren die alten Mayazentren bereits verlassen. Nach der gewaltsamen Eroberung durch die Spanier wurde die Provinz Chiapas der Verwaltung von Mexiko-Stadt , nach 1531 jedoch der Audiencia von Guatemala unterstellt. 1824 entschied sich die Bevölkerung für den Beitritt zum mexikanischen Bundesstaat. Als im Jahre 1541 der Bischof Bartolomé de las Casas nach Chiapas kam, leistete er einen wesentliche Beitrag zur Beendigung der Versklavung der Indígenas.

Indígene Bevölkerung

Chiapas ist Indígenaland und geprägt durch landlose Bauernfamilien und Tagelöhner. Mehr als eine Million Indigenas leben in diesem Bundesstaat. Die größte Indigene Bevölkerungsgruppe bilden die Choles , Tojolabales, Tzotziles , Tzeltales, Zoques, Mames, Lacandones und Mochos. Seit jeher leidet Chiapas unter Auseinandersetzungen zwischen Großgrundbesitzern und Landarbeitern, vornehmlich Indígenas, die am Rande des Existenzminimums leben. Jährlich sterben immer noch ca. 15.000 Indígenas an Krankheiten, die mit einer guten und ausreichenden medizinischen Versorgung heilbar gewesen wären. Es herrscht Hunger und Unterernährung. Vielen indigenen Gemeinden fehlt der Anschluss an die Kanalisation, Elektrizität oder sauberem Trinkwasser - und das, obwohl 55 Prozent des durch Wasserkraft in Mexiko erzeugten Stromes aus Chiapas kommt. Es mangelt an Telefon und Straßenverbindungen. Die ärztliche Versorgung ist minimal. 31 Prozent der Bevölkerung von Chiapas sind Analphabeten. 1994 kam es zu einer Eskalation dieser Situation. Die Zapatisten (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) kämpfen seitdem für die Rechte und die Entwicklung der indigenen Bevölkerung. Dieser Konflikt ist bis heute noch nicht gelöst.

Wirtschaft

In dem agrarisch geprägten Staat werden u.a. Kaffee (Kaffeekirschen ), Kakao , Zuckerrohr und Baumwolle angebaut.

Migration

Jährlich emigrieren ca. zwischen 30.000 und 50.000 Chiapanecos, vorwiegend Bauern und Indígenas, in die USA. Die regelmäßigen Geldüberweisungen (Remesas) von in den USA lebenden und arbeitenden mexikanischen Migranten an ihre Verwandten nach Mexiko stellen mittlerweile einen wichtigen Beitrag zur mexikanischen Wirtschaft dar. So werden zum Beispiel die Geldüberweisungen der Chiapaneco aus den USA auf ca. 500 Millionen US-Dollar geschätzt, was umgerechnet ungefähr den Wert der gesamten Maisernte von Chiapas darstellt. (Quelle: “Migrantes mesoamericanos (I/II),” Miguel Pickard,2005 ESTESUR)


Umgebung

Siehe hierzu auch: Chiapas (Öko-Tourismus)

Städte

Die wichtigsten Städte sind: Tuxtla Gutiérrez, San Cristóbal de las Casas, Tapachula, Palenque, Comitán de Domínguez und Chiapa de Corzo.

Archäologische Stätten

Im Bundesstaat Chiapas befinden sich die Archäologischen Zonen: Bonampak, Chincultic, Izapa, Palenque, Toniná, Tenám Puente und Yaxchilán.

Biologische Vielfalt

Der Bundesstaat ist reich an einer Biologischen Vielfalt. Neben ca. 8.500 Pflanzenarten und 19 Arten von Vegetation gibt es noch an die 666 Vogelarten, 227 Reptilienarten, 180 Säugetierarten, mehr als 1.200 Schmetterlingsarten und 92 Amphibienarten.

Eines der größten Naturschutzgebiete ist das Biosphärenreservat Montes Azules.

Neben tropischer Vegetation finden sich zudem noch reißende Flüsse, große Regenwald – Gebiete, tiefe Schluchten und einige der schönsten Naturparks Mexikos in Chiapas. Darunter der Cañón del Sumidero und die Wasserfälle von Agua Azul .

Siehe hierzu auch: Nationalparks, Biosphären-Reservat, Gebiete zum Schutz der Flora und Fauna, Naturdenkmäler und Schutzgebiete.

Klima

Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas fällt etwa die Hälfte der gesamten mexikanischen Niederschläge. Das Klima ist tropisch-warm und feucht. Kältezonen in den mehr als 3.000 Meter hohen Bergen.

Essen und Trinken

Spezialität:

Unbedingt probieren sollte man Agua de Chía, Limonensaft, gewürzt mit wildem Salbei, Chía, der Chiapas den Namen gegeben haben soll.

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