Ciudad Nezahualcóyotl
From Mexiko-Lexikon
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| Gehört zum Bundesstaat | Estado de México | ||
| Lage | 2.200 Meter über dem Meeresspiegel, | ||
| gegründet | 20.04.1963 | ||
| Einwohnerzahl | 1.2 Millionen Einwohner | ||
| Bevölkerung | |||
| Klima | halbtrocken, gemäßigt. Duchschnittstemperatur 15 Grad | ||
| Besonderheit | Liegt auf dem Grund des einstigen Texcoco-Sees | ||
Die Stadt Nezahualcóyotl
Ciudad Nezahualcóyotl entstand 1963 auf dem Boden des einstigen Texcoco-Sees in unmittelbarer Nachbarschaft zu Mexiko-Stadt. Es ist das bemerkenswertestes Zeugnis der raschen Ausdehnung des hauptstädtischen Industrie- und Wohnballungsraums. Die Stadt ist primär ein Wohnviertel. Aufgrund der sozialen Herkunft und Vorgeschichte gilt die Kommune als Problemzone mit einer hohen Kriminalitätsrate. Die Stadt ist Universitätssitz, verfügt über ein WM-Fußballstadion ("Neza86") und einen Zoologischen Garten.
Mit der seit 1900 systematisch betriebenen Austrocknung des Texcoco-Sees westlich von Mexiko-Stadt ergab sich allmählich ein gewaltiger Ansiedlungsraum. Dies wurde insbesondere nach 1940 deutlich, als sich ein kontinuierlich anwachsender Strom an Landflüchtigen und industriellem Wachstum nach Mexiko-Stadt entwickelte. Seit 1945 (Fertigstellung des Damms von Xochiaca) siedelten sich Familien illegal und unter dem Wegfall einer städtischen Infrastruktur (Gas, Wasser, Strom, Straßen, Soziale Einrichtungen) in Armenansiedlungen an. 1954 lebten im Gebiet der heutigen Kommune bereits 40.000 Menschen mit nur minimaler Grundversorgung. Doch erst 1963 ging der Gouverneur des Bundesstaates Mexiko auf die Proteste der Einwohner, die bereits über 20 Grundschulen verfügten, ein und proklamierte die Stadtgründung zum April 1963. "Neza", so die umgangssprachliche Kurzform, wuchs jedoch kontinuierlich weiter und zählt heute trotz einer Stadtausdehnung von 63 qkm zu den dichtbesiedelsten Kommunen des Landes.


