Durango (Bundesstaat)

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Bild:Tn Durango.png
Bundesstaat Durango
Hauptstadt Victoria de Durango
Municipios 39
Lage Sierra Madre Occidental
Größe 123.317 km²
Einwohnerzahl 1.632.934 (Stand 2010)
Besonderheit San Juan Del Río, Geburtsort von Pancho Villa
Gouverneur Jorge Herrera Caldera (PRI)
15.September 2010 bis 14. September 2016
Website http://www.durango.gob.mx/site/principal.html

Der Bundesstaat Durango befindet sich im Nordwesten Mexikos in der Sierra Madre Occidental. Durango umfasst 123.317 km² (1) und grenzt im Norden an Chihuahua und Coahuila, im Osten an Coahuila und Zacatecas, im Süden an Zacatecas, Nayarit und Sinaloa und im Westen an Sinaloa und Chihuahua. Er ist nach Chihuahua, Sonora und Coahuila der viertgrößte mexikanische Bundesstaat und repräsentiert 6,3 Prozent der Gesamtfläche Mexikos.
Das Gebiet von Durango ist in 39 Gemeinden(spanisch: Municipios) aufgeteilt. Die Gesamteinwohnerzahl beträgt 1.632.934 Personen. (Stand 2010 lt. INEGI) (2)
Die Hauptstadt ist Victoria de Durango.
Die Eigenbezeichnung (Demonym) der Einwohner von Durango lautet: Duranguense

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Sierra de Durango
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Sierra de Durango
 Quebradas de Durango
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Quebradas de Durango
Mina Cerro del Mercado
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Mina Cerro del Mercado
 Weg zu den „Grutas del Rosario“ in der Bolson de Mapimi
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Weg zu den „Grutas del Rosario“ in der Bolson de Mapimi
 Puente colgante de Ojuela
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Puente colgante de Ojuela
Puente colgante de Ojuela
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Puente colgante de Ojuela

Durango besteht vorwiegend aus wüstem Bergland mit einer durchschnittlichen Höhe von 2.000 m (ü.M.). Daneben finden sich aber auch tiefe Schluchten, Flüsse, Täler große Seen und Wasserfälle mit ökologisch wertvoller Vielfalt an Flora und Fauna.
Die Oberflächenstruktur des Staates wir geformt durch die Sierra Madre Occidental (Westen), Berge und Ebenen des Nordens, Sierra Madre Oriental (Osten) und der Hochebene im zentralen Teil des Staates.
Die höchste Erhebung ist der Berg (Cerro) Gordo mit einer Höhe von 3.340m (ü.M.). Gefolgt von Cerro Barajas 3.300m(ü.M.), Sierra El Epazote 3.200m (ü.M.), Cerro Pánfilo 3.180m (ü.M.), Cerro El Táscate 3.100m (ü.M.), Cerro El Oso 3.060m (ü.M.), Cerro Los Altares 3.020m (ü.M.), Sierra El Rosario 2.820m (ü.M.), Cerro El Alto de Dolores 2.800m (ü.M.), Cerro San Javier 2.320 m (ü.M.) und Sierra San Pedro 2.260 m (ü.M.) (3)

Stauseen: Presa Francisco Zarco, Santiago Bayacora, Peña del Águila, Guadalupe Victoria und El Palmito.
Wasserfälle: El Saltito, Mexiquillo, Mil Diez, La Muralla, Piaxtla und Salto de Agua Llovida.

Im Bundesstaat Durango existieren vier verschiedene bioklimatische Zonen.

  • Die Region der Halbwüste (spanisch: La región del Semidesierto): Im Nordosten des Landes
Die Halbwüstenregion ist geprägt durch dornige Sträucher, Agaven, verschiedene Kakteenarten wie zum Beispiel der Barrel und Nopal Kaktus sowie Peyote. Sie bildet den Lebensraum für u. a. Klapperschlangen, Präriehunde, Skorpione, und Vogelspinnen.
In dem Trockengebiet der Wüste Mapimi (Bolsón de Mapimi) wachsen u.a.: Agaven, Candelilla (aus der Gattung Wolfsmilch) und Ocotillo (Fouquieria splendens). Hier lebt die für diese Region typische und vom Aussterben bedrohte Wüstenschildkröte „Tortuga de Mapimí“ (Gelbrand-Gopherschildkröte). (4)
In dieser Zone befinden sich die Municipios Hidalgo, Mapimí, Tlahualilo, San Pedro del Gallo, San Luis del Cordero, Nazas, Lerdo, Gómez Palacio, Cuencamé, Santa Clara, Gral. Simón Bolívar und San Juan de Guadalupe.
  • Die Region der Täler (spanisch: la región de los Valles). Im zentralen Teil des Staates.
Die Tal-Region, mit u.a. imposanten Pappeln, Weiden und Akazienbäumen ist die Heimat einer Vielzahl von Tieren, wie z.B. Hasen, Füchse, Rehe, Kojoten, Gänse und Eichhörnchen. Die Flüsse dienen Karpfen, Welse und Brassen als Lebensraum. Die Täler umfassen die Municipios: Nombre de Dios, Durango, Nuevo Ideal, Canatlán, Guadalupe Victoria, Pánuco de Coronado, Poanas, Súchil, Vicente Guerrero, Ocampo, San Bernardo, Indé, Coneto de Comonfort, El Oro, Rodeo, San Juan del Río und Peñón Blanco.
  • Die Region der Sierra (Bergkette): Teil des bergigen Gürtels der Sierra Madre Occidental.
In der Sierra wachsen vorwiegend Nadelbäume, Eichen, Zedern und Madronen (amerikanischer Erdbeerbaum). Die Fauna bilden neben Vögel und Reptilien u.a. Weißwedelhirsch, Bär, Wolf, verschiedene Arten von Eichhörnchen und der vom Aussterben bedrohte wilde Truthahn (spanisch: guajolote salvaje). Die Sierra beherbergt die Municipios Guanaceví, Tepehuanes, Santiago Papasquiaro, Topia, Canelas, Otáez, Tamazula, San Dimas, Pueblo Nuevo, Mezquital, Durango, Ocampo und San Bernardo.
  • Die Region der Schluchten (Quebradas):
Das Gebiet der Schluchten weist eine üppige Flora und Fauna auf. Zwischen u.a. Papaya-, Mango-, Apfelsinen-, Bananen-, Sapote-, Papaya-, Avocado-, Pflaumen,- Guave-, Limetten-, Cherimoya- und Guamochil-(auch Guamúchil oder Huamuchil genannt) Bäume lebt eine Vielfalt von Tieren. Zu ihnen gehören u.a. Pumas, Schlangen, Leguane, Wildschweine, Boas und Gürteltiere. Die Vogelwelt ist ebenso artenreich vertreten, wie z.B. Habichte, Papageien und Falken. Umfasst werden einen Teil der Municipios Mezquital, Pueblo Nuevo, San Dimas, Otáez, Santiago Papasquiaro, Tamazula, Topia, Canelas und Tepehuanes.
(5)

Durango ist wegen seiner Vielzahl von Skorpione auch als Land der Skorpione (spanisch: Tierra del Alacrán) bekannt.

Klima

Das Klima in den Hochlagen ist feucht und halbtrocken ansonsten warm und trocken. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 17°C. Die durchschnittlich höchste Temperatur in den Monaten Mai und Juni liegt bei über 31°C und die durchschnittlich tiefste Temperatur im Januar bei ca. 1,7°C. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer, vor allem in den Monaten Juli und August. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt ca. 500 mm.

Der Ort La Rosilla (Municipio de Guanaceví) in der Sierra Madre Occidental besitzt den Ruf, einer der kältesten Orte Mexikos zu sein. Im Winter werden dort Temperaturen von weniger als -15°C erreicht.

Wirtschaft

Viehzucht, Automotive-, Elektronik-, Textil- und Bekleidungsindustrie, Bergbau, Forstwirtschaft.

Landwirtschaft

Angebaut werden: Bohnen, Mais, Baumwolle, Weizen, Sorghum, Gerste, Saflor (auch Färberdistel oder falscher Safran genannt), Alfalfa (Luzerne), Gemüse und Äpfel. (6)

Geschichte

Vor Ankunft der Spanier wurde das Gebiet des heutigen Durango von verschiedenen Volksgruppen bewohnt. Unter ihnen befanden sich die Tepehuanes, Acaxes und Chalchihuetes. (7)

1531 erreicht die Expedition von Nuño Beltrán de Guzmán (spanischer Konquistador) das heutige Territorium von Durango. (8)

Auf der Suche nach einem sagenumwobenen mythischen Berg aus Silber startete 1552 Ginez Vázquez de Mercado im Auftrag der Regierung von Nueva Galicia (Jalisco) eine Expetition in dieses Gebiet. Was er jedoch fand war ein Berg, nahe der heutigen Stadt Victoria de Durango, der fast vollkommen aus Eisenerz besteht. In Erinnerung an Ginez Vázquez de Mercado erhielt dieser Berg den Namen Cerro del Mercado. (9)

1554 begann Francisco de Ibarra (spanischer Eroberer und Entdecker) mit einer gut ausgerüsteten Armee den Norden zu erforschen. Sein Ziel war die Auffindung neuer Silberminen, neue Dörfer zu gründen, die indigene Bevölkerung zu evangelisieren und eine Ausdehnung des Territorium Nueva Galicia zu verhindern. Die von Ibarra neu gegründete Provinz erhielt den Namen Nueva Vizcaya. Benannt nach seiner Heimatprovinz Bizkaia (spanisch: Vizcaya) im spanischen Baskenland. (10)

Anmerkung: Bis zur zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde Mexiko in vier Verwaltungsgebiete eingeteilt: Nueva Espana( Zentral-, Südmexiko und Halbinsel Yucatán ), Nueva Galicia ( Westmexiko), Nueva Vizcaya ( heutige Staaten Durango und Sinaloa, sowie zu verschiedenen Zeiten Teile von Sinaloa, Sonora, und Coahuila (11) und Nuevo Leon (Nuevo León und Tamaulipas ).

Am 24.Juli 1562 wurde Francisco de Ibarra zum Gouverneur von Nueva Vizcaya ernannt. Er gründete am 8.Juli 1563 den Ort Durango (heutige Hauptstadt Victoria de Durango). (12)

1824 wurde Durango zum Bundesstaat erklärt. (13)

Indigene Bevölkerung

In den ländlichen Gebieten von Durango leben vier indigene Bevölkerungsgruppen:

  • Tepehuanes
Die Tepehuanes leben in der Region der Sierra und bilden die größte Gruppe der indigenen Bevölkerung.
Municipios: Mezquital, Pueblo Nuevo, Guanaceví, Súchil und Vicente Guerrero.
  • Huichol
Die Huicholes bilden die zweitgrößte Gruppe der indigenen Bevölkerung des Staates und leben in dem Municipio Mezquital in der Sierra.
  • Mexicaneros:
Die indigenen Bevölkerung der Mexicaneros lebt ebenfalls in dem Municipio Mezquital.
  • Tarahumara.
Die Tarahumara, viertgrößte Gruppe der indigenen Bevölkerung, lebt in den Municipios Guanaceví, Ocampo und San Bernardo.

(14)

Mennoniten

Im Guatimapé Tal von Durango leben in 23 Gemeinschaften ca. 15.000 Mennoniten.

Filmproduktion

Der Bundesstaat ist national wie international bekannt als Land des Kinofilms (spanisch: Tierra del cine). In der Region fanden mehr als 100 Filmproduktionen statt, wovon viele von ihnen Westernfilme waren. Bekannt Produktionsstätten sind die Orte Rancho La Joya, Pueblo del Oeste und Chupaderos.

Sehenswürdigkeiten

  • Cerro del Mercado: In der Nähe der Stadt Victoria de Durango befindet sich dieser Berg, der fast vollkommen aus Eisenerz besteht.
  • La Zona del Silencio. Die Zona del Silencio liegt mitten im Biosphärenreservat Mapimí.
  • Laguna Santiaguillo: Die Lagune ist mit ihren unterschiedlichen Ökosystemen ein Paradies für Zugvögel und das wichtigste Feuchtgebiet im Bundesstaat Durango. Die Lagune befindet sich ca. 125 km von Stadt Victoria de Durango entfernt.
  • Las Grutas del Rosario (deutsch: Rosenkranzhöhlen): Die Höhlen, mit ihren bizarren Formationen von Stalagmiten und Stalaktiten, führen bis zu 500 m in die Tiefe und können mit Hilfe von erfahrenen Führer erkundet werden. Die Höhlen befinden sich im Municipio Lerdo, ca. 20 km von Mapimí entfernt.
  • Puente Colgante de Ojuela (Hängebrücke von Ojuela): Eine Hängebrücke aus Holz und Stahl (erbaut 1892), ca. 318 Meter lang und 1,80 m breit, die über eine ca. 110 m tiefe Schlucht führt. Sie verbindet die Geisterstadt Ojuela mit einer einstigen Erzmine. Die Brücke befindet sich ca, 15 Minuten östlich des Municipios Mapimí.

Pueblos Mágicos

Mapimí: Im November 2012 wurde Mapimí als erster Municipio des Bundesstaates in die Liste der Pueblos Mágicos (magische Dörfer) aufgenommen. (15),(16) Mapimí ist zudem Teil des El Camino Real de Tierra Adentro, auch unter dem Namen Camino de la Plata (Silberstraße) bekannt, der 2010 von dem Welterbekomitee der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Biosphärenreservat

Archäologische Stätte

La Ferrería
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La Ferrería

Filmstudios und Filmthemenparks

  • Pueblo del Oeste: ca. 10 km. nördlich der Stadt Victoria de Durango.
  • Chupaderos: ca. 2 km. von Pueblo del Oeste entfernt.
  • Rancho La Joya: ca. 16 km. nördlich von Chupaderos entfernt.

Persönlichkeiten

Dolores Del Rio
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Dolores Del Rio
  • Pancho Villa: (Banden- und Revolutionsführer): wurde am 5.6.1877 (oder 1878)in San Juan Del Río geboren
  • Dolores del Río: (Stummfilmschauspielerin der 20er Jahre und erster mexikanische Filmstar mit internationalem Erfolg): wurde am 3.August 1904 (oder 1905 oder 1906) in Victoria de Durango geboren
  • Guadalupe Victoria: (Erster Staatspräsident von Mexiko): wurde 1786 in Tamazula geboren.
  • Juan Bautista Ceballos: (Staatspräsident von Januar 1853 - Februar 1853) wurde am 13.Mai 1811 in Durango geboren.

Quellenverzeichnis

Quellenverzeichnis:

  • (1) INEGI. Panorama Sociodemográfico de México, 2011. [1]
  • (2) INEGI: [2]
  • (3),(5), (6): INEGI-Cuentame[3]
  • (4) The IUCN Red List of Threatened Species: Gopherus flavomarginatus (Bolson Tortoise, Mexican Giant Tortoise, Yellow-bordered Tortoise): [4]
  • (7), (8), (9) (12) Gobierno de Durango: “Aniversario 450 de Durango” 2012-12-19 [5]
  • (10) Sergio Ortega Noriega: Francisco de Ibarra y el Reino de la Nueva Vizcaya[6]
  • (11) Texas State Historical Association : Nueva Vizcaya [7]
  • (13) 2005. Instituto Nacional para el Federalismo y el Desarrollo Municipal, Gobierno del Estado de Durango: Enciclopedia de los Municipios de México Durango[8]
  • (14)Gobierno de Durango: Etnias de Durango 2011-07-21 [9]
  • (15)Gobierno del Estado Durango: Mapimí, primer Pueblo Mágico de Durango. Martes 27 de Noviembre de 2012 [[10]]
  • (16)SECTUR: BOLETÍN 252 SE FORTALECE EL PROGRAMA PUEBLOS MÁGICOS. 27 de noviembre de 2012 [[11]]


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