El Tajin

From Mexiko-Lexikon

Jump to: navigation, search
UNESCO - Weltkulturerbe
Präkolumbische Stadt El Tajin

Archäologische Stätte im Bundesstaat Veracruz

Die Ruinenstätte El Tajín befindet sich ca. 16 km von Papantla entfernt im Bundesstaat Veracruz. Mit ihrer 25 Meter hohen „Pyramide der Nischen“ ist El Tajín eine der bedeutendsten und ungewöhnlichsten archäologischen Ausgrabungsstätten an der Golfküste. Einst war El Tajín die einflussreichste Stadt im Osten von Mexiko .

Jedes Jahr zur Frühlingssonnenwende (Equinoccio) wird den Besucher der Tempelanlage von El Tajín ein magisches Spektakel, das Festival „Cumbre Tajín“ geboten. Höhepunkt des Festivals ist die Show „Luz y Voces del Tajín“.

Geschichte

El Tajín wurde um 100 v.Chr. von den Totonaken gegründet, nachdem das Land durch Brandrodung urbar gemacht wurde, und war bis zum 10. Jahrhundert ihr Regierungs- und Zeremonialzentrum. In der Zeit um 200 n.Chr. fand eine starke Beeinflussung durch Teotihuacán statt. Von 600-900 n.Chr. wuchs das Zeremonialzentrum allmählich zu einer mächtigen Metropole mit Palästen und Tempeln heran. Um ca. 800 n.Chr. lag die Blüte der Stadt. El Tajín erstreckte sich zu diesem Zeitpunkt über 600.000 Quadratmeter (da allerdings die gesamte Anlage noch nicht ausgegraben wurde, kann das gesamte Gebiet auch noch größer sein). Vom 10. bis zum 12. Jahrhundert stand die Stadt unter toltekischem Einfluss. Zerstört wurde die Stadt durch ein Feuer und geriet danach in Vergessenheit. Erst 1785 wurde sie durch Zufall entdeckt.

El Tajín wurde 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Sehenswert

  • Die Stadt gliedert sich in die Oberstadt "El Tajín Chico" und die Unterstadt. Die Unterstadt hatte allein acht Ballspielplätze. Der Baustil ist geprägt durch Verzierung mit Nischen und geometrischen Steinsetzungen.
  • Ballspielplatz "Juego de Pelota Sur". Dieser Ballspielplatz hat eine Länge von 60 Metern und ist mit Reliefs, auf denen die Regeln und Opferrituale des Ballspiels zu sehen sind, verziert.
  • Die 25 Meter hohe Pyramide der Nischen (Pirámide de los Nichos). Sie war dem Gott des Blitzes (Tajín) und des Windes (Huracán) geweiht und besteht aus sechs Plattformen mit 364 quadratischen Nischen, welche, zusammen mit dem Tempelaufsatz, für die Tage des Sonnenjahres stehen. In jeder Nische war wahrscheinlich die entsprechende Gottheit aufgestellt. Zur damaligen Zeit waren die Nischen mit Stuck verziert und mit leuchtend roter und blauer Farbe bemalt.
  • Der Platz von Tajín Chico. Dieser Komplex besteht aus 18 Gebäuden, die bis heute nicht freigelegt sind. Auf den dort vorhandenen Säulen finden sich Reliefs von Adlerkriegern, Priestern und geflügelten Tänzern.


UNESCO Welterbestätten in Mexiko

Mexiko-Stadt und Xochimilco  | Palenque  | Teotihuacán  | Oaxaca und Monte Albán  | Puebla  | Sian Ka'an  | Guanajuato  | Chichén Itzá | Morelia | El Tajin  | El Vizcaíno  | Zacatecas  | Sierra de San Francisco  | Popocatépetl  | Uxmal  | Querétaro  | Guadalajara  | Tlacotalpan  | Paquimé  | Xochicalco  | Campeche (Stadt)  | Calakmul  | Sierra Gorda  | Casa Luís Barragán  | Inseln und Schutzgebiete des Golfs von Kalifornien  | Agavenlandschaft und historische Tequila-Produktionsstätten  | Universidad Nacional Autónoma de México  | Biosphärenreservat Mariposa Monarca  | San Miguel de Allende und Atotonilco  | El Camino Real de Tierra Adentro  | Prähistorische Höhlen von Yagul und Mitla

Persönliche Werkzeuge
Hilfe und Editübersicht