Flora und Fauna

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Langschwanzkatzen (Tigrillo)
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Krokodiel in ZOOMAT
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Ameisenbär
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Arasittich
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 Aguila Harpia
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Aguila Harpia
Vaquita
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Brüllaffe
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Brüllaffe

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Mexiko gehört zu den Ländern mit der größten biologischen Artenvielfalt (zwischen 60 und 70 Prozent der weltweiten Artenvielfalt sind in Mexiko beherbergt) und steht weltweit auf dem vierten Platz.
Aufgrund der Landesgröße, der verschiedenen Höhenlagen und der unterschiedlichen Klimazonen ist die Vegetation mannigfaltig. Es gibt mehr als 30.000 Pflanzenarten, 1.000 Vogelarten sowie 1.500 Säugetier-, Reptilien- und Amphibienarten. Von den weltweit bekannten 6.000 Kakteenarten existieren ca. 4.000 Kakteenarten in Mexiko. Zum Beispiel der Nopal – Kaktus, das Wahrzeichen des Landes, beherbergt 60 verschiedene Arten. Im Norden des Landes ist die Heimat des Kandelaberkaktus, der bis zu 15 m hoch und dessen Stamm bis zu 70 cm dick werden kann.

Flora

Obwohl Brandrodung, Nutzholzverwertung, Ableitung von Flüssen, Ackerbau und Viehwirtschaft zu starken Veränderungen in der Vegetation führten und die Baumsbestände stark dezimierten, gibt es noch große und weite Waldgebiete. Die Waldgrenze liegt etwa bei 4000 m.

Verschiedene Regionen Mexikos sind von einer vorherrschenden Vegetationsform bestimmt.

  • Die regenreichen Hangseiten der Kordilleren: Regenwald, der in den höheren Lagen in Mischwälder, wie Kiefer, Eiche, Wacholder und dann in Nadelwälder übergeht.
  • Der Norden des Landes: Dornstrauchvegetation mit zahllosen Kakteenarten, Agaven, Yuccapalmen und Mesquitengewächse.
  • Im Süden des Landes (Oaxaca, Chiapas, Tabasco): Tropischer Regenwald und Dschungel. Edelhölzer wie der Mahagoni– und Zapotebaum. Im Bundesstaat Chiapas gibt es 200 verschiedene Arten von Eichen (encino) und 40 verschiedene Kiefersorten (pino). Im Tiefland von Tabasco befinden sich weite Sumpfflächen

Klimaregionen:

  • "Tierra Caliente" (heißes Land), von Meereshöhe bis auf etwa 915 Meter. Mit Temperaturunterschieden von 15,6 bis 48,9 °C. (Tabasco, Yucatán, Chiapas, Quintana Roo): Feucht tropische Vegetation. Im Süden Palmen und Mangroven. Im Norden Nadelwälder und Savannen. Anbau von Bananen, tropische Früchte, Kakao, Vanille, Zuckerrohr, Tabak und Baumwolle.
  • "Tierra templada" (gemäßigtes Land) von etwa 914 bis 1 830 Meter Höhe mit Durchschnittstemperaturen von 16,7 bis 21,1 °C. (die Mehrzahl aller Bundesstaaten. Zum Beispiel: Oaxaca): Laubwälder. Zuckerrohr, Baumwolle und Kaffeeanbau.
  • "Tierra Fria", (kaltes Land). Höhenlagen von etwa 1 830 bis 2 745 m NN. Die Durchschnittstemperaturen reichen von 15 bis 17,2 °C. ( Mexiko-Stadt und Chiapas). Hauptsächlich Nadelwälder. Mais und Bohnenanpflanzungen.

Fauna

Die Tierwelt Mexikos ist ebenso artenreich wie seine Flora. Die Tierwelt umfasst verschiedene Affenarten, wie zum Beispiel die Brüllaffen und Spinnenaffen, Bären, Biber, Flamingos, Hirsche, Jaguare, Leguane, Luchse, Kojoten, Krokodile, Ozelote, Pekaris, Pelikane, Präriewölfe, Pumas, Reiher, Riesenameisen, Skorpione, Spinnen, wie zum Beispiel die "Schwarze Witwe" und die Vogelspinne, Grüne Sonorakröten, Schildkröten, Tapire und Schlangen. Von den insgesamt bekannten 36 verschiedenen Arten der echten Klapperschlange leben 26 Arten und 56 Unterarten in Mexiko. Des weiteren gibt es große Bestände an Vögeln, darunter viele Seevögel. Die Küstengewässer sind sehr fischreich.

  • Wölfe und Kojoten findet man zum Beispiel im Norden des Landes.
  • In den Wäldern an den Berghängen leben Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und Affen.
  • In Lagunen und Sümpfen trifft man auf Krokodile und Schildkröten.
  • An den Küsten sind Robben, Flamingos, Reiher und Pelikane anzutreffen.
  • In den tropischen Regenwäldern sind die verschiedenen Vogelarten, wie zum Beispiel Papageien und Kolibris, zahlreich vertreten.


Mexiko steht an:

  • Erster Stelle bei den Reptilien.
  • An zweiter Stelle bei Säugetieren.
  • An vierter Stelle bei Amphibien.
  • An siebter Stelle bei den Vogelarten.
  • 14 Prozent aller Fischarten der Welt leben in mexikanischen Gewässern.

Vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen in Mexiko

Ursachen

Obwohl in der Erdgeschichte immer wieder Naturkatastrophen zum Aussterben verschiedener Tierarten beigetragen haben so sind doch die meisten Tierarten durch die Gattung Mensch bedroht, der auf vielfältige Art und Weise in das Ökosystem der Natur eingreift.

Ökosystem: Das Ökosystem setzt sich zusammen aus Biozönose, worunter die Gesamtheit der biotischen (belebten) Organismen (Tiere und Pflanzen) zu verstehen ist und dem Biotop, welches wiederum aus abiotischen (unbelebten) Komponenten (Klima, Niederschlag, Luft, Gestein, Boden) besteht. Aus dem Zusammenspiel, wenn eine Biozönose das Biotop besiedelt, entstehen die unterschiedlichen Ökosysteme wie zum Beispiel ein Wald-oder Meer-Ökosystem.

Zu dem von der Gattung Mensch herbeigeführten Eingreifen in ein Ökosystem, welches das Aussterben von Tier-und Pflanzenarten zur Folge haben kann, gehören.

  • Lebensraumzerstörung durch zum Beispiel Brandrodung, Nutzholzverwertung, Ableitung von Flüssen, Ackerbau und Viehwirtschaft
  • Einsatz von Insektizide
  • Umweltverschmutzung
  • Ansiedlung von gebietsfremden Tieren (Neozoen genannt) und Pflanzen (Neophyten genannt)
  • Jagd und unkontrollierter, illegaler Handel wild lebender Tiere und Pflanzen
  • Klimawandel

Schutzgebiete

Wie die Vergangenheit gezeigt hat, reicht allein nur die Einrichtung von Schutzgebieten zum Schutz der gefährdeten Tier-und Pflanzenarten nicht aus, um eine Akzeptanz bei der Lokalbevölkerung, die zum Beispiel ihren Lebensunterhalt oftmals nur mit dem illegalen Handel von Tier-oder Pflanzprodukten oder dem Anlegen von neuen Ackerflächen sichern kann, zu erreichen. Damit der Natur nicht mehr entnommen wird als sie auf natürliche Art und Weise ersetzen kann, werden spezielle Schutzprojekte entwickelt, bei deren Planung die ansässige Bevölkerung mit einbezogen wird. Ziel dieser speziellen Schutzprogramme, die im Einklang mit der Rio-Konvention (1992) und anderen internationalen Vereinbarungen stehen, ist die Verbindung zu schaffen, die auf der einen Seite den Schutz dieser Naturbestände für die Zukunft sichert und auf der anderen Seit der Bevölkerung eine nachhaltige Nutzung zusteht und dadurch ihre Akzeptanz für diese Schutzgebiete erreicht.

Rio-Konvention: „Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Biodiversität), die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und die faire und gerechte Teilung der Vorteile, die sich aus der Verwertung genetischer Ressourcen auf der Welt ergeben.“ Dieses Übereinkommen wurde am 5. Juni 1992 in Rio de Janeiro von über 170 Staaten unterzeichnet und trat am 29.Dezember 1993 in Kraft.

Vom Aussterben bedrohte Tiere

Laut der Norma Oficial Mexicana, NOM-059-ECOL ([1] und [2] sind in Mexiko 221 Tiere vom Aussterben bedroht. Darunter befinden sich 43 Säugetierarten, 72 Vogelarten, 14 Reptilienarten, 70 Fischarten und 16 Arten von wirbellosen Tieren. Bei den endemischen (Bezeichnung für Pflanzen und Tiere die nur in einer bestimmten Gegend vorkommen) Tier-Arten sind bedroht: 8 Arten von wirbellosen Tieren, 62 Fischarten, 5 Amphibien-Arten, 5 Reptilien-Arten, 38 Vogelarten und 17 Säugetierarten.

Nachfolgend eine Auswahl der vom Aussterben bedrohten Tiere:

Vom Aussterben bedrohte Tiere in Mexiko
Name (spanisch) Name (deutsch) wissenschaftlicher Name
Armadillo de cola desnuda Nacktschwanzgürteltier Cabassous centralis
Berrendo Gabelbock Antilocapra americana
*IUCN Rote Liste [3]
Boa Constrictor Boa Constrictor Constrictor constrictor
Jaguar Jaguar Panthera onca
Manatí Karibik- oder Nagel-Manati genannt Trichechus manatus
*IUCN Rote Liste [4]
Mono aullador
auch Saraguato genannt
Brüllaffe Aloutta pigra und Aloutta palliate
Mono araña Spinnenaffe Ateles geoffroyi
Tapir Mittelamerikanische Tapir
auch Baird-Tapir genannt
Tapirus bairdii
*IUCN Rote Liste [5]
Ocelote Ozelot Leopardus pardalis
Oso gris Braunbär Ursus horribilis
Oso hormiguero Ameisenbär Tamandua mexicana
Perro llanero mexicano
auch perrito de la pradera genannt
Mexikanischer Praeriehund Cynomys mexicanus
Puerco espín Greifstachler Coendus mexicanus
Puma Puma Felis concolor
Teporingo Vulkankaninchen Romerolagus diazi
Tigrillo Langschwanzkatze Leopardus wiedii
Tortuga almizclera chopontil Großkopfschlammschildkröte Claudius angustatus
Tortuga de carey Echte Karettschildkröte Eretmochelys imbricata
*IUCN Rote Liste [6]
Tortuga de Mapimí Gelbrand-Gopherschildkröte Gopherus flavomarginatus
*IUCN Rote Liste [7]
Tortuga golfina escamosa del Pacífico Oliv-Bastardschildkröte Lepidochelys olivacea
Tortuga marina escamosa del Atlántico
auch tortuga lora genannt
Karibische Bastardschildkröte Lepidochelys kempi
Tortuga marina laúd Lederschildkröte Dermochelys coriacea
Tortuga marina cauama Unechte Karettschildkröte Caretta caretta
Tortuga marina verde del Pacífico
auch tortuga prieta genannt
Schwarze Suppenschildkröte Chelonia agassizi
Tortuga marina verde del Atlántico
auch tortuga blanca genannt
Suppenschildkröte Chelonia mydas
Tortuga riverina centroamericana
auch tortuga blanca genannt
Tabascoschildkröte Dermatemys mawii
Vaquita marina Kalifornische Schweinswal Phocoena sinus
víbora "bejuquilla" Glanzspitznatter
Erzspitzschlange
Oxybelis fulgidus und Oxybelis aeneus
Vögel
Aguila arpía Harpyie Harpia harpyja
Aguila cabeza blanca Weißkopfseeadler Haliaeetus leucocephalus
*IUCN Rote Liste [8]
Chara garganta blanca Weißkehlhäher Cyanolyca mirabilis
Cigüeña jabirú Storchenvogel Jabiru mycteria
Cotorra serrana occidental Arasittich Rhynchopsitta pachyrhyncha
Flamingo Kuba-Flamingo Phoenicopterus ruber
*IUCN Rote Liste [9]
Grulla blanca Schreikranich Grus americana
*IUCN Rote Liste [10]
Guacamaya roja Hellrote Ara Ara macao
Halcón peregrino Wanderfalke Falco peregrinus
*IUCN Rote Liste [11]
Loro cabeza amarilla Gelbkopfamazone Amazona oratrix
Pato real Moschusente Cairina moschata
Pavón Zapfenguan Oreophasis derbianus
Quetzal Quetzal Pharomachrus mocinno
*IUCN steht für: Internationale Organisation zur Koordinierung des Naturschutzes


Siehe auch: Comisión Nacional de Áreas Naturales Protegidas Biosphären-Reservate - UNESCO-Biosphärenreservate - Gebiete zum Schutz der Flora und Fauna - NationalparksNaturdenkmäler - Schutzgebiete - Gebiete zum Schutz der natürlichen RessourcenNachhaltiger Tourismus

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