Instituto Mexicano del Seguro Social

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Mexikanisches Gesundheitsversicherung und -system

Das "Instituto Mexicano del Seguro Social", kurz IMSS (Mexikanisches Institut der Sozialversicherung), mit Sitz in Mexiko-Stadt, wurde am 19.1.1943 auf Betreiben von Staatspräsident Manuel Ávila Camacho erschaffen. Es sollte allen Mexikanern unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu gesundheitlicher Vorsorge und Nachsorge ermöglichen, die Maßnahme richtete sich damit an die Arbeitnehmer. Das IMSS erhielt eine Dreierspitze aus Vertretern von Arbeitgebern, -nehmern und Bundesregierung. Fast zeitgleich entstand das Sindicato Nacional de Trabajadores del Seguro Social (SNTSS), die Gewerkschaft der IMSS-Angestellten.

In die Zuständigkeit des IMSS fallen seitdem staatliche Gesundheitsvorsorge und Bau und Betrieb von Krankenhäusern (1952 Eröffnung des ersten Krankenhauskomplexes im Norden von Mexiko-Stadt, genannt "La Raza". 1963 Centro Médico Nacional, genannt "Siglo XXI") und seit 1973 der Betrieb von Kindergärten ("Guarderías"). Für die Rentner wurde eine staatliche Altersvorsorge geschaffen, die jedoch nach 1995 in den halbprivaten AFOREs aufging. Ein Defizit des Systems war die Beschränkung der Fürsorge auf Arbeitnehmer, die von ihrem Lohn einen Sozialversicherungsbeitrag leisten. Ebenfalls 1995 wurde diese Fürsorge daher durch den "Seguro de Salud para la Familia" auf Nicht-Arbeitnehmer ausgeweitet und der Sozialbeitrag verpflichtend für Landarbeiter erklärt, um deren Familien ebenfalls durch das IMSS erfassen zu können. Letzters ist aber in der Praxis anscheinend noch immer nicht gegeben, so soll die Mehrheit der fünf Millionen Tagelöhner der Landwirtschaft nicht im IMMS versichert sein ([1]).

Unabhängig vom IMSS operieren Privatkrankenhäuser, deren ärztliche Leistung zwar gemeinhin als wesentlich besser gilt, jedoch auch deutlich teurer als die IMSS-Leistungen sind.


Siehe auch: Gesundheitsversorgung | Gesundheit

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