Jahreschronik 2011

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Chronik wichtiger Ereignisse im Jahr 2011

Inhaltsverzeichnis

Januar

2011, 08. Januar In dem beliebten Touristenort Acapulco, im Südwesten Mexikos, wurden in der Nähe eines Einkaufszentrums die Leichen von 15 enthaupteten Männern gefunden. Laut Behördenangaben wurden die Männer, deren Alter zwischen ca. 25 bis 30 Jahren liegt, vermutlich Opfer des Drogenkriegs. Die Köpfe der Toten wurden an einem anderen Ort gefunden.

2011, 12. Januar Der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch GmbH, der wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Außenwirtschaftsgesetz ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten ist, darf vorerst keine Waffen mehr nach Mexiko liefern. Heckler & Koch wies die Vorwürfe zurück und sagte den Ermittlern Kooperation in vollem Umfang zu.

2011, 13. Januar Mexiko wird von dem US-Forschungsinstitut Freedom House[1]nicht mehr als freier Staat angesehen. Aufgrund der Unfähigkeit der mexikanischen Regierung gegen die Gewalt durch Drogenkartelle vorzugehen, wird Mexiko nunmehr als „teilweise freier Staat“ eingestuft.

2011, 17. Januar Medienberichte zufolge wird die Federkrone Montezumas, auch Penacho genannt, vermutlich temporär vom Wiener Museum für Völkerkunde nach Mexiko übersiedeln. Im Gegenzug würde Wien temporär die goldene Kutsche des Habsburgers Maximilian I. erhalten.

2011, 17. Januar In Monterrey, Bundesstaat Nuevo León, wurden im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg neun Menschen getötet und drei verwundet. Unter den Toten befinden sich zwei unschuldige Opfer. In Montemorelos, 80 Kilometer südlich von Monterrey, wurden zudem die Leichen von fünf enthaupteten Opfern gefunden.

2011, 18. Januar Nach Behördenangaben wurden in der Nähe der Stadt Oaxaca das Gründungsmitglied des gefürchteten Drogenkartells und Menschenschmugglerbande "Los Zetas", Flavio Mendez Santiago (auch "El Amarillo" genannt) und sein Leibwächter Carlos Alejandro Rodriguez, von mexikanischen Sicherheitskräften festgenommen. Der 35-Jährige, frühere Elitesoldat Mendez, zählt zu den 37 meistgesuchten Kriminellen in Mexiko. Auf seine Ergreifung waren umgerechnet etwa 900.000 Euro ausgesetzt gewesen.

2011, 18. Januar Nach einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung für Risikomanagement Control Risks, Risk Map 2011 [2], ist im Umfeld des mexikanischen Drogenkriegs die Situation in Mexiko für Ausländer deutlich gefährlicher geworden. Das Risiko, Opfer gewalttätiger Auseinandersetzungen und krimineller Gewalt zu werden, ist laut dieser Studie für unbeteiligte Ausländer und Reisende stark angestiegen. Control Risks erwartet eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage in Mexiko für 2011.

2011, 19. Januar In der Küstenstadt Playas de Rosarito, Bundesstaat Baja California, wurden nach einer Schießerei zwischen dem Militär und einer kriminellen Bande, Juan Miguel Valle Beltrán, alias "El Bóxer", sowie 13 weitere Bandenmitglieder festgenommen. Valle Beltrán, der für 50 Morde verantwortlich sein soll, ist der Anführer der kriminellen Zelle "The Cheneques“, die zum Sinaloa-Kartell gehört. Bei der Militäraktion konnte außerdem ein von der Bande entführtes 14-jähriges Mädchen befreit werden.

2011, 19. Januar In einem Stadtteil von Mexiko-Stadt wurde der 34-jährige José Jorge Balderas Garza, alias "El JJ" oder "El Modelo" ("das Model") festgenommen. Balderas steht in dem Verdacht, vor knapp einem Jahr die lebensgefährlichen Schüsse auf den paraguayischen Fußball-Star Salvador Cabañas abgefeuert zu haben. Balderas soll außerdem Kontakte zum Drogen-Kartell der Gebrüder Beltrán Leyva unterhalten haben.

2011, 19. Januar Nach offiziellen Angaben sind im mexikanischen Drogenkrieg 15.273 Menschen im Jahre 2010 getötet worden. Dies entspricht 42 Toten pro Tag. Damit geht dieses Jahr als das blutigste und tödlichste in die jüngere Geschichte Mexikos ein. Die meisten Opfer wurden im Norden des Landes an der Grenze zu den USA verzeichnet. Die am stärksten betroffenen Bundesstaaten waren Chihuahua mit der Grenzstadt Ciudad Juárez, die zu den gefährlichsten Städten der Welt gehört, sowie Tamaulipas und der Bundesstaat Sinaloa im Westen. Seit Beginn der Militäroffensive gegen die Drogenkartelle Ende 2006, starben laut Regierungssprecher Alejandro Poiré, bisher insgesamt 34.612 Menschen.

2011, 20. Januar Im südwestlichen Bundesstaat Guerrero ist den mexikanischen Behörden nach eigenen Angaben einer der größten Drogenfunde in der Geschichte des Landes gelungen. In einem Haus stellten Angehörige des Militärs 245 Kilogramm Opiumharz sicher, das für mehr als 600.000 Dosen Heroin ausreicht. Der Verkaufswert auf der Straße, so die Behörden weiter, hätte bei mehr als zwölf Millionen Dollar gelegen.

2011, 20. Januar In der Stadt Poza Rica, Bundesstaat Veracruz, ist bei einem Feuergefecht mit Sicherheitskräften von Militär und Polizei, Leonardo Vázquez, auch „El Pachis“ genannt, getötet worden. Leonardo Vázquez war ein ranghohes Mitglied der Drogenbande „Los Zetas

2011, 20. Januar Laut Behördenangaben wurden am Mittwoch(19.01) und Donnerstag (20.01.) im Bundesstaat Chihuahua erneut mindestens zwölf Menschen im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg getötet.

2011, 26. Januar Im Alter von 86 Jahren starb am 24. Januar 2011 in Mexiko-Stadt der katholische Altbischof Samuel Ruíz Garcia. Der von der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ als „unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte“ gewürdigte Ruiz, genoss international hohes Ansehen und wurde zweimal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Durch seine Verhandlungsgespräche 1994 in der Kathedrale von San Cristóbal de las Casas, Bundesstaat Chiapas, zwischen der EZLN (Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung) und der mexikanischen Regierung, wurde Samuel Ruiz García der internationalen Öffentlichkeit bekannt. [3]

2011, 27. Januar Etwa 96 km südlich der Grenze Reynosa (Bundesstaat Tamaulipas) und McAllen im US-Bundesstaat Texas, wurde die US-Missionarin, Nancy Shuman Davis (59 Jahre), auf der Flucht von mutmaßlichen Drogenschmuggler in Mexiko erschossen. Zuvor hatten bewaffnete Männer versucht, ihren PKW auf der Strasse zu stoppen. Nachdem ihr Ehemann daraufhin Gas gegeben hat, wurde die Missionarin von einer Kugel am Kopf getroffen.

2011, 27. Januar Im Bundesstaat Nuevo León hat die Polizei auf einer Straße drei geköpfte und zerstückelte Leichen entdeckt, die vermutlich mit dem Drogenkrieg im Zusammenhang stehen. Zwei der Toten waren ehemalige Polizisten.

2011, 28. Januar In der Stadt General Terán, die sich in der Nähe der Industriestadt Monterrey (Bundesstaat Nuevo León) befindet, haben nach einer Serie von Überfällen der Polizeichef und seine 38 Kollegen gekündigt. Die Polizeistation wurde innerhalb von einem Monat dreimal angegriffen. Als Täter werden Dogenhändler vermutet. Verwendet wurden Waffen und Handgranaten. Nachdem am Mittwoch die enthaupteten Leichen von zwei Polizisten gefunden worden waren, kündigten alle Polizisten. Nun wurden Soldaten und Bundespolizisten nach General Terán verlegt.

2011, 28. Januar VW legte am Donnerstag den Grundstein für das neue VW-Motorenwerk in Silao, zentralmexikanischer Bundesstaat Guanajuato. Ab 2013 wird das Werk in Silao die Fahrzeugwerke in Puebla und dem US-amerikanischen Chattanooga mit Motoren der neuesten Generation versorgen.

2011, 28. Januar Die Nationalgarde im US-Staat Arizona zeichnete mit ihrer Überwachungskamera mehrere Personen auf der Seite der mexikanischen Grenze auf, die zahlreiche Marihuana-Pakete auf ein Katapult luden und über die Grenze schleuderten. Die sofort verständigten mexikanischen Kollegen fanden jedoch nur noch das Katapult und ca. 20 Kilogramm Marihuana. Von den Tätern fehlt allerdings jede Spur.

2011, 28. Januar Im Bundesstaat Oaxaca fiel der Leiter der Kleinbauernorganisation „Central de Campesino Cardenista“ (CCC), Renato Cruz Morales, einem Attentat zum Opfer. Cruz Morales war 2006 Bauernaktivist an der Asamblea Popular de los Pueblos de Oaxaca (APPO).

2011, 31. Januar Auf einer Schotterpiste in der Gemeinde Escobedo, Bundesstaat Nuevo León an der Grenze zu den USA, fand das Militär sechs verkohlte Leichen, die im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg stehen. Wie Medien unter Berufung auf die Polizei mitteilten, wurden die Opfer offensichtlich erst gefoltert und dann bei lebendigem Leibe verbrannt.

2011, 31. Januar Bei einer Sitzung im Home of FIFA in Zürich, hat heute die Organisationskommission für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Querétaro als siebten und letzten Austragungsort für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Mexiko 2011 bestätigt.

2011, 31. Januar Das Militär hat den Entführer des Schweizer Geschäftsmannes aus Cuernavaca gefasst. Bei dem Entführer soll es sich um einen Polizisten handeln. Der Polizist, Juan Mendoza Montes de Oca, hat neben der Entführung des Schweizers auch noch seine Mitverantwortung bei der Ermordung eines Staatsanwaltes im Jahr 2008 zugegeben. Was mit dem Schweizer Geschäftsmann geschehen ist, bleibt aber ungewiss.

Februar

2011, 01. Februar Im Badeort Cancún wurde eine 38jährige kanadische Touristin durch einen Haiangriff schwer verletzt. Der Angriff erfolgte laut Medienberichte in Höhe des Hotels „Park Royal de Cancún“, ca.40 Meter vom Strand entfernt. Die Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und operiert. Ihr Zustand soll zwar kritisch aber stabil sein. [4]

März

2011, 29. März Durch die Ausweitung der Gewalt durch den Drogenhandel sind laut einem Bericht des Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) [5] in den vergangenen Jahren ca. 230.000 Mexikaner aus ihrer Heimat vertrieben worden. Rund die Hälfte der Vertriebenen floh in die USA. Die höchste Zahl an Vertriebenen weisen die beiden Städte Ciudad Juárez (Bundesstaat Chihuahua) und Ciudad Mier (Bundesstaat Tamaulipas) auf. [6]

2011, 30.März Von dem am 19.Dezember 2010 in der südmexikanischen Stadt Cuernavaca entführten 50jährigen Schweizer Christoph B. fehlt trotz Lösegeldzahlung auch weiterhin jede Spur. Die mexikanische Regierung hat nun eine Belohnung ausgesetzt. [7]

2011, 31. März Nach der Atomkatastrophe in Japan wurden an der mexikanischen Pazifikküste erhöhte Strahlenwerte aufgezeichnet, die von dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima in Japan stammen. Für die Gesundheit der Bevölkerung besteht jedoch laut Behördenangaben derzeit keine Gefahr.[8]

April

2011, 01. April Der Generalstaatsanwalt von Mexiko, Arturo Chávez Chávez, ist nach nur 18 Monate im Amt zum 31.März 2011 zurückgetreten. Auf Vorschlag von Präsident Felipe Calderón Hinojosa wurde Marisela Morales neue Generalstaatsanwältin von Mexiko. Damit wird erstmals eine Frau den Kampf gegen die Drogenkartelle aufnehmen. Ihre Ernennung muss jedoch noch formell vom Senat bestätigt werden.

2011, 01. April In der nordmexikanischen Stadt Ciudad Juárez sind bei einem bewaffneten Angriff auf eine Bar zehn Menschen getötet worden.

2011, 03. April Im Norden Mexikos ist es zu einem neuerlichen Ausbruch der Schweinegrippe (H1N1) gekommen. [9] und [10]

2011, 07. April Ein Erdbeben der Stärke 6,7 durchzog den Südosten Mexikos. Das Epizentrum befand sich ca. 83 km südwestlich der Stadt Las Choapas im Bundesstaat Veracruz. [11] In der ca. 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt, sowie in den Bundesstaaten Chiapas und Guerrero waren Ausläufer des Erdbebens zu spüren.

2011, 08. April Im Norden Mexikos, in der Gemeinde San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas, sind nach Behördenangaben 72 Leichen in zehn Massengräbern entdeckt worden. 14 Personen wurden unter Mordverdacht festgenommen. Neun von Ihnen sollen in Verbindung mit der Drogenbande Los Zetas stehen. [12] Bei einigen der Leichen besteht die Vermutung, dass es sich um Passagiere eines in Tamaulipas entführten Busses handeln könnte. Medienberichten zufolge sollen in Tamaulipas in den letzten Monaten mehrere Reisebusse spurlos verschwunden sein. [13] Einige Busunternehmen in Tamaulipas haben bereits ihre Fahrten gestrichen und fordern mehr Sicherheit durch die Behörden.

2011, 09. April In Tijuana, Bundesstaat Baja California, wurden in Massengräbern menschliche Knochenfragmente sowie Zähne von Menschen gefunden. Die Gräber befanden sich auf einem Grundstück von Santiago Meza López alias “El Pozolero” (deutsch: „Der Suppenkoch“), der 2009 verhaftet wurde. Santiago Meza López soll für einen wöchentlichen Lohn von 600 US-Dollar im Auftrag eines mexikanischen Drogenbosses ca. 300 Leichen in Natronlauge aufgelöst haben. [14]

2011, 10. April Am Sonntag wurden im sogenannten Drogenkrieg mindestens 28 Menschen getötet. Unter den sieben Getöteten die davon im Bundesstaat Sinaloa registriert wurden, befand ich auch ein durch mehrere Kugeln getöteter Polizist. Weitere 21 Mordopfer hatte der Bundesstaat Chihuahua zu verzeichnen, darunter zehn in der Grenzstadt Ciudad Juárez. [15]

2011, 13. April Neben Menschen werden in Mexiko von Kriminellen auch Tiere gegen Zahlung von Lösegeld entführt, im speziellen Hunde, wobei die häufigsten Rassen Foxterrier, Malteser, Schnauzer und Chihuahua sind. [16]

2011, 13. April Nach dem Fund von Massengräbern im Norden Mexikos (Gemeinde San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas) wurden nun auch im Bundesstaat Sinaloa (Westen Mexikos) Massengräber mit neun Männer und zwei Frauen gefunden. Laut Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft sind Hintergründe über die Morde noch unklar.

2011, 13. April Im Norden Mexikos, in der Gemeinde San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas, wurden in Massengräbern mindestens 32 weitere Leichen gefunden, die offenbar durch die kriminelle Gruppe Los Zetas getötet wurden. Laut Behördenangaben stieg damit die Anzahl der gefundenen Toten in der Gemeinde auf bislang 120. Bei den Opfern dürfte es sich um Passagiere von Bussen handeln. Seit Beginn des Jahres wurden sechs Reisebusse in der Region überfallen und ihre Passagiere entführt. Entdeckt wurden die Gräber aufgrund der Angaben eines Verdächtigen, der nach Angaben der Armee zugegeben hat, an den Entführungen und den Mord von 43 Menschen beteiligt gewesen zu sein. Insgesamt wurden bisher 17 mutmaßliche Verdächtige festgenommen.

2011, 14. April Nach Medienmitteilungen befinden sich unter den 17 mutmaßlichen Verdächtigen, die im Zusammenhang mit dem Massenleichenfund in der Gemeinde San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas verhaftet wurden, 16 Polizisten. Sie sollen die Mörder, die offenbar zum Drogenkartell Los Zetas gehören, gedeckt haben. Laut Marisela Morales, Generalstaatsanwältin von Mexiko, haben sich vermutlich noch weitere Personen an dem Massaker beteiligt. [17]

2011, 14. April Im Alter von 62 Jahren ist in Austin (Texas) der mexikanische Komponist Daniel Catán verstorben.

2011, 14. April In Monterrey, Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo León, wurden innerhalb von zwei Stunden an verschiedenen Plätzen der Stadt 12 Menschen getötet. In der Grenzstadt Ciudad Juárez, Bundesstaat Chihuahua, verbrannten 3 Geschwister (4, 3 und 1 Jahr alt), nachdem ein Unbekannter einen Molotow-Cocktail durch ein Fenster ins Haus geworfen hatten. Die Mutter der Kinder überlebte verletzt. In der Nähe der Stadt Victoria de Durango, Hauptstadt des Bundesstaates Durango, wurden in einer Grube 10 menschliche Leichen, sowie drei Köpfe und vier Schädel gefunden. [18] In Cojumatlán de Régules, Bundesstaat Michoacán, wurden acht menschliche Leichen gefunden. Die Opfer, die gefesselt und geknebelt waren, wiesen Spuren von Folter und Verletzungen durch Schusswaffen auf. [19].

2011, 15. April Im Bundesstaat Tamaulipas wurden in der Gemeinde San Fernando erneut in einem Massengrab 23 Leichen gefunden. Durch diesen neuerlichen Fund ist nunmehr die Zahl der in Massengräbern in Tamaulipas entdeckten Leichen auf bislang 145 Menschen gestiegen. Nach Medienangaben suchen die Ermittler nach weiteren Gräbern. [20]

2011, 15. April Außerhalb der Grenzstadt Ciudad Juárez, Bundesstaat Chihuahua, wurden die im Straßenrand verscharten Leichen von vier jungen Männern entdeckt, die vermutlich von Polizisten entführt wurden. Drei Polizisten wurden unter Tatverdacht verhaftet. [21]

2011, 15. April Mexiko hat von der hessischen Landesregierung 49 archäologische Fundstücke aus Mexiko erhalten, die 2004 auf dem Frankfurter Flughafen beschlagnahmt worden waren. Die Objekte, eine Maske aus grünem Stein und 48 Ohrschmuckstücke stammen vermutlich aus Raubgrabungen

2011, 19. April Nach Angaben der mexikanischen Marine wurde am Samstag (16.4.2011) Martín Omar Estrada Luna alias “El Kilo“ verhaftet, der als einer der Drogen-Kartellchefs der „Los Zetas“ in San Fernando, Bundesstaat Tamaulipas gilt. “El Kilo“ wird von den Behörden sowohl mit dem Massenmord an 72 Migranten aus Mittel- und Südamerika im vergangenen August 2010 im Bundesstaat Tamaulipas in Verbindung gebracht wie auch an den Massengräbern bei San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas. In den erst jüngst entdeckten Massengräbern wurden bisher über 145 Leichen gefunden. Für die Ergreifung von „El Kilo“ hatte die mexikanische Regierung eine Belohnung von 15 Millionen Peso (ca. 880.000 Euro) ausgesetzt.

2011, 21. April Im Norden Mexikos hat die Polizei 68 entführte Menschen befreit. Laut Behördenangaben wurden diese Menschen Anfang der Woche in der Grenzstadt Reynosa, Bundesstaat Tamaulipas, aus Überlandbussen entführt. Unter den Entführten befanden sich auch zwölf Migranten aus Mittelamerika. Zwei mutmaßliche Entführer wurden von Sicherheitskräften festgenommen. Sie sollen dem Golf-Kartell angehören.

2011, 21. April Im Zusammenhang mit dem Schweizer Geschäftsmannes, der am 19. Dezember in der Nähe seines Wohnhauses in der Stadt Cuernavaca entführt wurde, hat die Polizei drei Personen festgenommen. Trotz Zahlung eines Lösegeldes fehlt jedoch bisher jede Spur von dem Schweizer. [22]

2011, 22. April Im Municipio (Gemeinde) Benito Juárez, Bundesstaat Quintana Roo, wurde der mutmaßliche Anwalt der Drogenbande Los Zetas, Marco Antonio Gómez Rodríguez, verhaftet. Gómez Rodríguez steht im Verdacht, in den Touristenzentren von Cancún und Playa del Carmen die Verhandlungen mit den Entführungs- und Erpressungsopfern der Los Zetas geführt zu haben. [23]

2011, 22. April In Mexiko wurden in Massengräbern erneut 70 Leichen gefunden. 33 Leichen im Bundesstaat Tamaulipas in der Gemeinde San Fernando, wodurch sich die Zahl der dort seit Anfang April 2011 in Massengräbern gefundenen Leichen auf nunmehr 177 erhöht hat. Zugeschrieben werden die Morde der Drogen- Organisation Los Zetas. In der Hauptstadt des Bundesstaates Durango, im Nordwesten Mexikos, wurden 37 Leichen in einem versteckten Grab gefunden. [24]

2011, 23. April Im südmexikanischen Badeort Acapulco wurden an drei verschiedenen Stellen in der Stadt die Leichen von vier Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahre gefunden, sowie die Leiche von einem 14jährigen Mädchen. Drei Opfer, darunter das 14jährige Mädchen, fand die Polizei mit durchschnittener Kehle in einem Schönheitssalon im Zentrum der Stadt. Die Hände und Füße der Toten waren mit Klebeband gefesselt. Die beiden anderen Frauen hatten ebenfalls durchschnittene Kehlen. In jüngster Zeit war die Touristenhochburg Acapulco Schauplatz zahlreicher Gewaltverbrechen rivalisierender Drogenbanden. [25], [26]

2011, 26. April In Coyoacán, Delegación von Mexiko-Stadt, wurde in der Kirche El Patrocinio di San José der Priester Francisco Sánchez Durán (60) ermordet. [27]

2011, 26. April Im Nordosten des Landes haben mexikanische Polizisten 51 Entführungsopfer aus einem Haus in Reynosa, Bundesstaat Tamaulipas, befreit. Nach Angaben der Opfer hatten mutmaßliche Mitglieder eines mexikanischen Drogenkartells ihren Überlandbus überfallen und sie anschließend entführt. Vor ungefähr einer Woche hatte die Polizei bereits schon einmal 68 Entführungsopfer befreit, die zuvor ebenfalls in der Grenzstadt Reynosa aus Überlandbussen entführt worden waren. Vier Polizisten wurden im Zusammenhang mit dieser Entführung verhaftet. [28]

2011, 27. April Im Norden Mexikos wurden in Tepic, Hauptstadt des Bundesstaates Nayarit, 8 Menschen zwischen 17 und 48 Jahren bei einer Geburtstagsparty erschossen. [29]

2011, 27. April Der für den 7.Mai 2011 geplante Freiwasser-Weltcup im mexikanischen Sumidero-Canyon wurde vom Schwimm-Weltverband FINA abgesagt. Grund für die Absage ist die schlechte Wasserqualität und eine damit verbundene mögliche Gefahr für die Gesundheit der Schwimmer.

Mai

2011, 12. Mai Bei einem Gefängnisaufstand im Gefängnis von Cancún, Bundesstaat Quintana Roo, wurde ein Häftling getötet und sieben weitere Häftlinge verletzt. Erste Untersuchungen ergaben, dass es sich bei diesem Aufstand vermutlich um Kämpfe rivalisierender Banden handelte. [30]

2011, 12. Mai Im BundesstaatNuevo Leon, im Norden Mexikos, wurden innerhalb von nur einem Tag 15 Menschen im sogenannten Drogenkrieg getötet. im Bundesstaat Guerrero, im Süden Mexikos, wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums 194 Kilogramm Heroin sowie 127 Kilogramm Opiummohnsamen bei einem Drogeneinsatz entdeckt.

2011, 13. Mai Im nordmexikanischen Bundesstaat Durango, der als Hochburg von Drogenbanden gilt, wurden die Leichen von acht enthaupteten Männern gefunden. Durch bereits am 9.Mai entdeckte Leichen ist nunmehr innerhalb einer Woche die Zahl der enthaupteten Männer auf 19 gestiegen. Des Weiteren wurden seit dem 11.April in Massengräbern 196 Tote entdeckt.

2011, 15. Mai Für die diesjährige pazifische Hurrikansaison (15.Mai–30.November) wird vom mexikanischen nationalen Wetter Service eine hohe Anzahl von Hurrikans und Stürme erwartet.

2011, 16. Mai Im Bundesstaat Oaxaca wurden bei einem Überfall zehn Menschen der indigenen Bevölkerungsgruppe der Mixe getötet sowie zehn weitere verletzt. Der Überfall erfolgte, als sich die Menschen auf dem Weg zu einer Versammlung befanden.

2011, 18. Mai Im Bundesstaat Chiapas wurden bei einer Kontrolle nahe der Grenze zu Guatemala 513 Migranten aus zwei Lastwagen befreit. Die Migranten aus El Salvador, Ecuador, Guatemala, Honduras, der Dominikanischen Republik, Nepal, Indien, Japan und China befanden sich auf dem Weg in die USA und waren unter unmenschlichen Bedingungen in zwei Lastwagen eingepfercht. Vier Personen wurden von der Polizei unter dem Verdacht von Menschenschmuggel festgenommen. [31]

2011, 19. Mai Am östlichen Stadtrand von Mérida, der Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán, haben Archäologen sieben Mayastätten entdeckt. In einem ca. zehn Quadratkilometer freigelegten Areal befinden sich die Stätten Oxmul, Polok Ceh, Nichak, Cuzam, Chan Much, Tzakan und Chankiuik, die dem späten Präklassikum (400 v. bis 200 n-Chr.) zugeordnet werden. Neben dem Fund von 75 Skelette in Oxmul wurden Gebäudereste und reiche Grabbeigaben aus Keramik gefunden. Dem Fund zufolge wurde der Norden Yucatáns schon viel früher besiedelt als bisher allgemein angenommen.

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

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