José Clemente Orozco

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José Clemente Orozco: geb.1883 in Ciudad Guzmán, Jalisco, gestorben 1949 in Mexico City

Orozco, Diego Rivera und David Alfaro Siqueiros bezeichnet man als die Gruppe der „Tres Grandes“, die drei großen Muralisten Mexiko’s.

Orozco wird oft verglichen mit Goya, Beckmann und El Greco. Seine Bilder sind monumental und düster und beschreiben die Tragödien des Lebens. Er malte Bilder der mexikanischen Gegenwart im expressionistischen Stil. Octavio Paz schrieb einmal über Orozco: „Er konnte weder lachen noch lächeln..., er war nicht sinnlich...“

Sein Leben

Orzoco’s künstlerische Anfänge waren von Hindernissen gekennzeichnet. 1890 zog er von Guadalajara nach Mexico City. Seine ersten Kontakte mit der Kunst hatte er auf dem Weg in die Schule, wo er jeden Tag an der Druckerei des berühmten Grafikers José Guadalupe Posada vorbeikam, dessen Stil er sehr verehrte. Doch seine Familie war gegen ein Kunststudium und so absolvierte er zuerst eine landwirtschaftliche Schule, wo er das Zeichnen von Karten erlernte. Erst ein Unfall, wo ihm bei einer Explosion die rechte Hand abgerissen wurde, gab den Ausschlag zu seiner Berufung. Sein erstes eigenständiges Werk wurde von dem Symbolisten Julio Ruelas beeinflusst, später war er fasziniert von den Werken von Dr. Atl. Im Jahr 1912 begann er mit Zeichnungen von Zuhältern und Prostituierten, die sich an den Anfängen Picassos orientierten. Für die während der Bürgerkriege erscheinenden Partisanenzeitungen arbeitete er als Karikaturist, bestritt dabei aber mit der ihm typischen Ironie jede Parteizugehörigkeit. „Für mich war die Revolution der amüsanteste und fröhlichste Karneval.“Die letzten Jahre der Unruhen verließ er das Land und arbeitete er als Schildermaler und später in einer Puppenfabrik. Im Jahr 1920 kam er zurück nach Mexiko und schloss sich der erblühenden Muralismusbewegung an. José Vasconcelos (damaliger Rektor der Uni von Mexiko) beauftragte ihn zusammen mit Diego Rivera Wandbilder in der Escuela Nacional Preparatoria zu malen. Seine Gefühle gegenüber Rivera waren sehr zwiespältiger Natur. Einerseits war er von seiner starken Persönlichkeit überwältigt, andererseits hegte er ein gewisses Misstrauen gegenüber seiner künstlerischen Orientierung: „Solche Malerei wird von niemanden verstanden, selbst von dem nicht, der sie macht.“ 1927-34 verließ er Mexiko erneut und arbeitete in Kalifornien, New York und New Hampshire – von dort brach er nach Europa auf um die großen Kunstwerke zu besichtigen. Besonders beeindruckt war er von Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle und von den Gemälden des Künstlers El Greco in Toledo. 1936 kehrte er nach Mexiko zurück um in Guadalajara in der Aula der Universität und im Gouverneurspalast, Wandbilder zu malen. Dann nahm ein großer Zyklus von Werken seinen Anfang, die er für die Kirche des ehemaligen Waisenhauses Hospicio Cabanas schuf. Das Hospicio Cabanas ist eines der bedeutendsten klassizistischen Bauwerke in ganz Mexiko, erbaut von Manuel Tolsá (in Spanien geborener Architekt und Bildhauer, 1757-1860). Dieses Gebäude ist mit seiner schmucklosen, geometrischen Bauform die ideale Fläche für Orozcos ausdrucksstarke Malerei. Die Aussage dieser Wandbilder ist sehr düster und haben die grausame, wilde Art der Indios und die Schrecken der spanischen Eroberung zum Thema. In ganz Lateinamerika fand seine kraftvolle Bildersprache einen ungeheuren Zuspruch.

Seine bedeutendsten Werke

Cortés y Malinche (1926-27, Escuela Nacional Preparatoria, Mexico City)

Allwissenheit (1926, Casa de Azulejos, Mexico City

Katharsis (1934, Palacio de Bellas Artes, Mexico City) Die spanische Eroberung und Hombre del Fuego (1938-1939, Hospicio Cabanas, Guadalajara)

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