Kalender der Maya
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Die Kalender der Maya
Die Maya besaßen sehr genaue Kalender, die zum großen Teil auf präzise astronomische Beobachtungen beruhten. Für ihre Kalenderberechnungen benutzten sie drei verschiedene Systeme.
Die Kalender der Maya:
- Der Tzolkin Kalender, oder auch magischer Kalender genannt. Dieser Kalender bestand aus 260 Tagen mit 20 Tageszeichen.
- Der Haab Kalender. Ein astronomischer Kalender mit 365 Tagen .
- Die „Lange Zählung" oder auch „Der Long Count“ genannt“, mit einem Zyklus von 1.871.999 Tagen.Da sowohl dem Haab- als auch dem Tzolkin-Kalender eine Jahreszählung fremd war, entwickelten die Maya für chronologische Zwecke die „Lange Zählung“.
- Die Kalenderrunde , die einem Zyklus von 19.890 Tagen entspricht.
Maya-Kalender
Der Kalender der Maya bestand aus einer Kombination von Tzolkin und Haab Kalender sowie der „Langen Zählung". Gezählt wurde in diesem Kalender die Anzahl der Tage "seit dem Tag der Erschaffung der Erde", der nach dem Gregorianischen Kalender offenbar auf den 11. August 3114 vor Christi, bzw. nach dem Julianischen Kalender 6.September 3114 vor Christus, gefallen ist. Siehe hierzu auch : " Lange Zählung".
Verglichen mit unserem heutigen Kalender könnte man sagen:
- Die "Lange Zählung" (Tagezählung in Baktun, Katun, Tun, Unial und Kin) steht für Jahreszahl.
- Der Haab Kalender für Monatsangabe.
- Der Tzolkin Kalender für Wochentagsbezeichnung.
Die Zahlen im Maya-Kalender wurden sowohl als „Logogramm“ wie auch als Kopfvarianten und Ganzkörperfiguren dargestellt. Nähere Beschreibung und Bilder siehe: Lange Zählung – Darstellung von Zahlen.
Datumsdarstellung
Die Datumsdarstellung ( zum Beispiel auf Stelen , Tempeln oder Codices ) bestand aus:
- Einer großen Einführungsglyphe . Um zu erkennen, das es sich um ein Datum handelt, wurde die Datumsdarstellung mit einer Einführungsglyphe begonnen.
- Die Initialserie. Sie folgte unterhalb der Einführungsglyphe und bestand aus 2 Reihen zu 2 Blöcken . Die Initialserie bestand aus der „Langen Zählung“ ( Glyphe für Baktum, Katun, Tun, Uinal und Kin), gefolgt von der Glyphendarstellung aus dem Tzolkin Kalender ( = Wochentagsbezeichnung)
- Der Initialserie folgte die Ergänzungsserie ( Ebenfalls dargestellt innerhalb der 2 Reihen zu 2 Blöcken) . Sie bestand aus den Glyphen der sogenannten „Neun Herren der Nacht“ .Die jeweilige Glyphe stand zwischen dem Tages (Tzolkin)- und Monatsnamen (Haab). Da die „Neun Herren der Nacht“ den Forschern noch ein Rätsel bereiten, werden sie als Glyphe G bezeichnet. Der Glyphe G folgte die Glyphe für die Monatsbezeichnung ( Haab-Kalender) . Die nächsten Glyphen stellten verschiedene Angaben zum Mond , wie zum Beispiel das Alter des Mondes, da.
Des weiteren gab es bei der Datumsdarstellung
- Glyphen für die Zählrichtung . Diese zeigten an ,ob bei der Datumsdarstellung Bezug auf ein Datum der Vergangenheit bzw. Datum der Zukunft genommen wurde.
- Distanzglyphen.
- Jahresträger. Sie dienten zur Bestimmung des beherrschenden Gottes für diesen Zeitraum.
- Glyphen für die Darstellung der Venus.
| Einführungsglyphe | (Kann sowohl direkt vor Baktum stehen oder als einzelnes ,
großes Zeichen separat über dem zweier -Block) |
| Baktum
( z.B. auf dem linken Bild steht: 9 Baktum) | Katun |
| Tun | Uinal |
| Kin | Tzolkin Kalender ( Glyphen für Wochentagsbezeichnung) |
| Glyphe “Neun Herren der Nacht” | Haab Kalender ( Glyphen für Monatsbezeichnung) |
| Glyphen für nähere Mondangaben |
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