Labná
From Mexiko-Lexikon
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| Name: | Archäologische Zone Labná | ||
| Lage: | Halbinsel Yucatán | ||
| Kultur | Maya -Kultur | ||
| Besiedlung: | Ca. 300-1000 nach Christus. | ||
| Besonderheit: | Der Torbogen von Labná. | ||
Labná: Archäologische Zone der Maya -Kultur.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Die Ausgrabungsstätte Labná, ca. 15 km südöstlich von Uxmal und ca. 1 Stunde Autofahrt von Merida entfernt, befindet sich in der Puuc-Region auf der Halbinsel Yucatán.
Geschichte
Der Name Labná bedeutet soviel wie "Altes Haus" und stammt aus der Zeit der Entdeckung. Der ursprüngliche Name dieser Ruinenstätte ist nicht bekannt.
Labná war zwischen 300 und 1000 nach Christus bewohnt. Danach wurde diese Stätte aufgegeben. Ein Grund könnte die mit dem 11. Jahrhundert auftretende Dürre gewesen sein. In Labná findet sich keine Cenote. Durch diesen Umstand bedingt, musste die Bevölkerung das Regenwasser in künstlichen Zisternen, den sogenannten " Chultunes" sammeln. In diesen "Chultunes" konnten ca. 30 Kubikmeter Wasser gespeichert werden was für ca. 12 Personen für ein Jahr reichte. Bei einer plötzlich auftretenden Dürre wurde nicht nur die Landwirtschaft betroffen sondern die Stadt wurde unbewohnbar. Die Blütezeit Labná`s dürfte ca. im 7. Jahrhundert liegen.
Labná wurde von Stephens und Catherwood wiederentdeckt und bekannt gemacht.
Sehenswert in Labná
- Torbogen (Arco Triunfal)
Der Torbogen ist wohl das wichtigste architektonische Zeugnis der Maya. Diese Art Bogen, der die Konstruktionsweise des sogenannten "falschen Gewölbes" erkennen lässt, war bis dahin den Mayas unbekannt. Das „ falsche Gewölbe“ wurde über Jahrhunderte kennzeichnend für die Maya- Architektur. Errichtet wurde dieser Bogen auf einem Fundament, das zu beiden Seiten durch verschiedenartig gestaltete Stufen (4 Stück) passiert werden kann. Der Türbogen weist zwei völlig verschiedene Seiten auf. Auf der einen Seite finden wir auf der Fassade die in Stein dargestellt Nachahmung der bei den einfachen Hütten übliche Holzbauweise und auf der anderen Seite befinden sich relativ schlichte Ornamente wie auch die Darstellung von Eulengesichtern.
- Der Palast (Gran Palacio)
In dem zweistöckigen Palast befinden sich fast 70 Räume (wovon allerdings der größte Teil zerstört ist), 7 Innenhöfe und einige Treppen. Geschmückt wird der Palast durch feine Mäander im Hochrelief, Gitterwerk, Riesenmasken des Regengottes Chaac sowie eine Riesenmaske die aus einem Schlangenkopf besteht, aus dessen weit geöffneten Rachen der Kopf eines Menschen zu sehen ist. Anhand von gefundenen Keramikobjekten geht man davon aus, dass der Westhof dazu diente, um Lebensmittel zu präparieren. Der Osthof diente zu Wohnzwecken für die höheren Kasten.
- Turm (el Mirador )
Dieser 6 Meter hohe Turm mit einer gut erhaltenen Crestería, wurde auf einer 13 Meter hohen Pyramide errichtet und diente vermutlich als Observatorium. Dieser Turm wird durch eine lange, erhöht verlaufenden Prozessionsstraße (Sacbé), mit dem Palast verbunden
- Sacbé
Über Sacbés ist Labná mit Kábah , Sayil und Uxmal verbunden gewesen.

