Meine erste mexikanische Posada

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Meine erste mexikanische Posada

War also gestern mit Familie auf unserer ersten mexikanischen Posada bei einem Bekannten gleich um die Ecke eingeladen. Ein schönes Haus hat er ja, lebt alleine dort, ist ein immer gut aufgelegter, sehr sympathischer Mann mittleren Alters. Und er lädt gerne eine Menge Leute zum Feiern ein. Diesmal war der Anlass eben eine Weihnachts-Vorfeier.

Das Haus und der Garten, jeder Baum, jeder Busch war beleuchtet, Girlanden, Glitzersterne, Kugeln, Figuren, Fackeln und Feuerpfannen und selbst schwimmende Kerzen im Pool zauberten eine festliche Atmosphäre. Im Garten bollerte natürlich der Grill ABER auch noch der komplette Taco-Stand an dem der Gastgeber am liebsten isst, auch die gut bestückte Bar fehlte nicht. Es dürften so in etwa 60 Gäste gewesen sein, die komplette Nachbarschaft war auch eingeladen mit Kindern und Omas.
Ein DJ legte anfangs noch Musik auf, während reichlich gegessen wurde, etwas zurückhaltender, zum Dessert kamen dann Mariachis an und die legten ganz schön los! Es wurde lautstark mitgesungen, getanzt, gejubelt und immer wieder war ein Paar im Mittelpunkt, das echt bühnenreife Tänze hingelegt hat. So gegen 11 Uhr wurden alle Lichter gelöscht, nur die Kerzen und Fackeln waren noch an und alle Kinder wurden plötzlich ganz nervös. Mit einem Tusch gingen die Lichter wieder an und siehe da: vom Balkon waren 3 Pinatas heruntergelassen, die Kids kreischten los und angefeuert von allen Erwachsenen zerschlugen sie die Pinatas und standen im Bonbon-Regen. Nicht genug, der Gastgeber hatte auch noch für jedes Kind ein extra Geschenk, jedes hübsch eingepackt und jedem Kind namentlich überreicht. Die Kids waren also sehr gut versorgt und beschäftigt ihre Geschenke auszupacken und zu bestaunen, die Erwachsenen schwoften, sangen, feierten weiter. Wieder und wieder wurden Tapas gereicht. Deutlich nach Mitternacht schleppten wir uns pappsatt, angeschwipst und heiter auf den kurzen Weg nach Hause.

So viel heitere, unbeschwerte Stimmung, ausgelassen ohne unangenehm zu sein, keiner der Gäste betrunken, aber doch angeheitert, die Selbstverständlichkeit mit der Kinder voll in die Feier integriert waren, das hat mich schwer beeindruckt. Eine herrliche Art, die Weihnachtstage einzuläuten!


Autor: Mimmi (Mexiko-Community)
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