Periférico

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Stadtautobahn in Mexiko-Stadt und seinen Nachbargemeinden

Der Anillo Periférico ist eine in den fünfziger Jahren des 20.Jahrhunderts erbaute Ringautobahn rund um die Hauptstadt, die sich tatsächlich aus mehreren Abschnitten zusammensetzt und dessen Ballungsraum erschließt. Im Westen und Nordwesten ist sie gleichbedeutend mit der Autobahn Richtung Querétaro und ist die zentrale Zufahrtsachse in das Zentrum der Hauptstadt für den riesigen Ballungsraum der nordwestlichen Zona Metropolitana. Im Südwesten und Süden ist der hier "Periférico Sur" eine ebenfalls durchgehende Schnellstraße mit Auf- und Abfahrtsrampen, hier trennt sie den Vorort Tlalpan vom übrigen Stadtgebiet. Im Osten und Norden hingegen ist die Ringautobahn schmaler und von Ampelanlagen unterbrochen.

Ihrer eigentlichen Funktion - den innerstädtischen Verkehr entlasten - wird sie jedoch nicht mehr gerecht: Der Ballungsraum von Mexiko-Stadt ist über den Periférico hinausgewachsen und hat die teilweise achtspurige Autobahn vereinahmt. Ihre Seitenspuren sind für Ab- und Zufahrt reserviert, jedoch durch den hier zirkulierenden öffentlichen Nahverkehr ebenso verstopft. Nahezu vollständig sind die Ränder des kurz "Péri" genannte Rings von Banken, Einkaufszentren, Wohnblocks und Industrievierteln belegt, Stadtautobusse sorgen für den Transport der dort tätigen Menschen. Darüber hinaus blieb die Straße zentraler Zubringer und Verteiler für alle Zugangswege aus und von Mexiko-Stadt - was zu einem täglich mehrstündigen Verkehrskollaps führt. In der Bevölkerung wird der Periférico deswegen auch als "infame peri" oder "der größte Parkplatz der Welt" bezeichnet. Manche Tunnel-Bereiche der Autobahn erleiden zudem zur Regenzeit Überschwemmungen, im Frühjahr 2004 versank ein Stadtbus in einem überfluteten Tunnel.

Segundo Piso

Seit 2002 laufen umstrittene Baumaßnahmen, um durch so genannte "Segundos Pisos" den Periférico mit einer zweiten Trasse zu überbauen. 2010 soll dieses Brückenprojekt, speziell auf den westlichen Bereich der Autobahn konzentriert, abgeschlossen sein. Zudem sollen neue (mautpflichtige) Ringautobahnen im Westen und (geplant) im Norden und Osten den Periférico entlasten. Kritiker bringen hervor, dass durch diese zusätzlichen Straßen der Fahrzeugverkehr zunehmen und damit schon in wenigen Jahren der Effekt aufgehoben sein würde. Im Mai 2006 wurde das Bauprojekt vorzeitig zu Ende gebracht. Im September 2006 kündigte der Estado de México an, auch den auf seinem Staatsgebiet liegenden Teil des Periférico mit "Segundo Pisos" zu überbauen. Konkret ist der Abschnitt zwischen Naucalpan an der Grenze zum Bundesdistrikt und Tepotzotlán oder Cuautitlán vorgesehen. Sie soll nach Medienberichten mautpflichtig sein und eine Länger von 22 Kilometern umfassen ([1]).

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