Plan Puebla-Panamá

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Internationale Initiative für die wirtschaftliche Entwicklung des zentralamerikanischen Raumes

Der auf die südlichen Bundesstaaten Campeche, Chiapas, Guerrero, Oaxaca, Puebla, Quintana Roo, Tabasco, Veracruz, Yucatán sowie auf die zentralamerikanischen Staaten gerichtete Plan Puebla-Panamá (PPP ) entspringt einer 2001 vorgestellten Initiative des damaligen mexikanischen Präsidenten Vicente Fox. Dieser Intiative haben sich auch die Regierungen der Staaten Guatemala, Honduras, Belize, Nicaragua, El Salvador, Costa Rica und Panamá angeschlossen. Der Plan sieht vor, die Region zwischen Panamá und dem zentralmexikanischen Staat Puebla wirtschaftlich zu fördern. Der offizielle PPP beinhaltet acht Initiativen: Integration der Verkehrswege (v.a. Straßen- und Hafenausbau), Erweiterung des Energienetzes, Ausbau des Telekommunikationsnetzes, Handelserleichterungen, Förderung des Tourismus, soziale Entwicklung, nachhaltige Entwicklung sowie Prävention und Linderung von Naturkatastrophen. Kernstück in Mexiko ist ein "trockener Kanal" in der Landenge von Tehuantepec, der den Hafen Coatzacoalcos (Veracruz / Atlantikküste) mit dem Hafen Salina Cruz (Oaxaca / Pazifikküste) mittels Auto- und Eisenbahn verbinden soll.

2004 vereinbarten die beteiligten Länder eine "Institutionalisierung" der Initiative, sie beschlossen die Schaffung mehrerer Kommissionen für die Umsetzung des Plans:

  • Comisión Ejecutiva del Plan Puebla -Panamá.
  • Dirección Ejecutiva del Plan Puebla -Panamá.
  • Comisión de Promoción y Financiamiento.
  • Grupo Técnico Interinstitucional del Plan Puebla — Panamá.
  • Consejo Consultivo dcl Plan Puebla — Panamá.

Ende Juni 2008 beschlossen die PPP-Mitgliedsstaaten eine Reform des Plans und seine Umbenennung in "Proyecto Mesoamerica".

Kritik

Beobachter berichten von einer Reihe weiterer Projekte, die aus taktischen Gründen nicht explizit im offiziellen Dokument zum PPP benannt werden, um bestehenden Protestbewegungen nicht konkretere Argumente zu liefern. Hierzu gehören die Errichtung weiterer Staudämme, der Ausbau der Erdölförderung, die Ausweitung der industriellen Landwirtschaft , die industrielle Garnelenzucht, die Ansiedlung von Weltmarktfabriken (Maquiladoras) und anderes mehr. Die Initiative wird im Kontext neoliberaler Bestrebungen der US-Außenpolitik gesehen, die - bei aller wirtschaftlichen Entwicklung - letztlich eine ernsthafte Bedrohung für eine Region extremer kultureller Vielfalt darstelle.

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