Porfirio Díaz

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José de la Cruz Porfirio Díaz Mory
Staatspräsident

vom
29.November 1876 – 06.Dezember 1876
17.Februar 1877 – 30.November 1880
01.Dezember 1884 – 25.Mai 1911
Vorgänger: Sebastián Lerdo de Tejada (1876)
Juan Nepomuceno Méndez (1877)

Manuel González (1884)

Nachfolger: Juan Nepomuceno Méndez (1876)
Manuel González (1880)
Francisco León de la Barra (1911)
Geboren: 15.09.1830
Geburtsort Oaxaca de Juárez, Bundesstaat Oaxaca
Gestorben: 02.07.1915
Sterbeort Paris, Frankreich
Verheiratet mit:

Delfina Ortega (1867)
Carmen Romero Rubio (1881)

Mehrfacher Staatspräsident Mexikos, geb. 15.09.1830 Oaxaca, gest. 02.07.1915 Paris, Frankreich.

Porfirio Díaz (kompletter Name: José de la Cruz Porfirio Díaz Mory) hat Mexiko fast vierzig Jahre lang diktatorisch regiert (Zeitalter des "Porfiriato"), seine formale Legalität hierfür stützte sich auf die mehrfache Wiederwahl als Staatspräsident. Sein Regime kennzeichnete sich durch eine wirtschaftliche Öffnung des Landes, brachte aber der Masse der Bevölkerung erhebliche Nachteile. Die Ordnung hielt er mit repressiven Polizeistaatsmethoden sicher. Sein Beharren an der Macht und Verkennung der politischen Entwicklungen innerhalb der mexikanischen Eliten lösten die Mexikanische Revolution 1910 aus, die seinen Sturz herbeiführte. Díaz starb in Paris im Exil.

Díaz wurde 1830 in Oaxaca geboren. Sein Vater, Restaurantbesitzer José Faustino Díaz, verstarb 1833 an der Cholera. Seine Mutter, Petrona Mori, führte das Geschäft zunächst fort, später übernahm sie eine Farm namens "Solar del Toronjo". Díaz erhielt eine liberal geprägte Schulbildung, war Mitglied der Freimaurer von Oaxaca. Eine anvisierte Karriere als Anwalt verhinderte der Putsch von Ayutla 1854 gegen den Diktator Antonio Lopez de Santa Ana: Díaz schloss sich den Rebellen an.

Unter Präsident Benito Juarez kämpfte Díaz an mehreren Fronten für die Belange der Liberalen. 1860 wurde er zum General ernannt, während der französischen Invasion (1862-1867) kämpfte er zunächst regulär, dann als Guerillaführer im Süden Mexikos. 1863 und 1865 geriet er in frz. Gefangenschaft, konnte aber beide Male entkommen. Ab 1866 führte Díaz die Rebellen in die Offensive, befreite Oaxaca und Puebla und zog schließlich am 21.Juni 1867 in Mexiko-Stadt ein.

Díaz heiratete 1867 seine Nichte Delfina Ortega. Er zog er sich auf ein Landgut namens La Noria zurück, erhob sich aber 1871 gegen Benito Juárez. Nach dessen Tod konnte Díaz nicht den Aufstand weiterführen und nahm ein Amnestieangebot an. Er zog nach Tlacotalpan um, rebellierte aber 1877 erneut, diesmal gegen Juarez Nachfolger Sebastián Lerdo de Tejada. Beide Male begründete er den Aufstand mit Juárez und Tejadas Versuch einer Wiederwahl.

Diese zweite Rebellion war erfolgreich, im Mai 1877 wurde er zum Präsidenten proklamiert. Von dann an sollte er entweder direkt oder über Mittelsmänner (Manuel González, 1880-1884) regieren. In seiner neuen Position wandelte sich Díaz vom Liberalen zum Konservativen. 1881 heiratete er nach dem Tod seiner ersten Frau Carmelita Romero Rubio. Nach einer verfassungsrechtlich korrekten ersten Amtsperiode (1877-1880) trat er 1884 erneut an und missachtete fortan das von ihm selbst eingebrachte Gesetz des Verbots der Wiederwahl: 1888, 1892, 1896, 1900, 1904 und 1910 ließ er sich wiederwählen.

Díaz wurde erst durch den Aufstand von Francisco Madero gestürzt, als er wie üblich die formelle Wiederwahl anstrebte, diesmal aber die traditionelle Stütze seines Regimes, die Militärs, Großgrundbesitzer und bürgerlichen Mittelschichten, überging. Den Aufstand konnte seine Armee - anders als frühere Rebellionen - nicht unterdrücken. Im Mai 1911 ging er von Veracruz aus ins französische Exil, wo er 1915 verstarb. Er ist in Paris begraben. Seine Figur bildete die Vorlage für die Caudillo-Romane lateinamerikanischer Autoren ("El otoño del patriarca").


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