Puuc-Region

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Puuc (Name)

Der Name Puuc kommt aus der Mayasprache und bedeutet übersetzt „Hügelland“ oder „Hügel“. Der Name bezieht sich auf eine bis auf 275 Meter ansteigende Hügelkette, "Sierrita de Ticul" genannt. Diese Hügelkette befindet sich zwischen 100 bis 200 km von der Nordküste Yucatáns entfernt und verläuft von Nordwest nach Südost.

Puuc-Region

Als Puuc-Region wird ein Gebiet von ca. 5.957 Quadratkilometer bezeichnet, das sich südwestlich der "Sierrita de Ticul" im Nordwesten der mexikanischen Halbinsel Yucatán befindet. In der Puuc- Region befinden sich die Ruinen von: Uxmal, Sayil, Labná, Edzná, Oxkintok, Xlapak, Kábah und Xkipché sowie die Grotten von Loltún.

Nach dem gegenwärtigen Forschungsstand, war die Puuc-Region zwischen 600–1000 n. Chr. eine der am dichtesten besiedelten Regionen Mittelamerikas. Vermutlich lebten etwa 5000.000 Menschen in diesem Gebiet und es gab an die 150 Städte. Im Gegensatz zum zentralen Tiefland der Halbinsel Yucatan befinden sich in der Puuc-Region allerdings die spezifischen Architektur- und Keramikforschungen noch am Anfang und die Besiedlungsdatierungen ergeben sich bislang unter anderen aus der linearen Abfolge einzelner Architekturstile.

Puuc- Stil

Beispielfoto: Xlapak
Merkmale des Puuc-Stils
1. Sockelleiste
2.Glatte und unverzierte Wand
3.Zierleiste
4.Fries mit den Puuc-Stil charakterisierenden Dekorationselementen
5. Simszierleiste
6.Übereinander gesetzte Masken des Regengottes Chaac
7.Eckschmuck: Regengott Chaac

Aufgrund dessen, das sich in der Zeit zwischen 600 – 1000 nach Christus in der hügeligen Landschaft der Puuc-Region zahlreiche Städte bildeten, nennt man den Baustil, in Anlehnung an die Gemeinsamkeiten, den Puuc-Stil.

Der Puuc-Stil kann grob in eine Frühzeit und Spätzeit eingeordnet werden. Die Frühzeit des Puuc-Stils ist geprägt durch Monumentalität und massige Pyramiden, sowie durch schlecht verarbeitete Steinblöcke und mit dicken Stuckschichten überzogene Wände und Dachkämme. Durch eine fortgesetzte Weiterentwicklung der Mauertechnik, wobei die Maya- Baumeister der Region den so genannten Schüttbeton entwickelten, konnten Steinblöcke durch verhältnismäßig dünne und exakt zu bearbeitende Steinplatten ersetzt werden. Diese neue Technik erlaubte zudem größere Spannweiten bei den Kraggewölben und breitere Innenräume wie auch wesentlich dünner hoch gezogene Mauern. Die Spätzeit des Puuc-Stils präsentiert sich mit üppig dekorierte Fassadenflächen, exakt und fein bearbeiteten Steinen, Gewölbe und Dachkämme und an Stelle der Tempelpyramiden erfolgt eine großzügige Verteilung der Gebäude mit vielen Innenräumen. Anhand der Aufreihung der Räume, der friesartigen Gliederung und der umlaufenden Zierleisten (Gesimsbänder) ist eine Dominanz der Horizontalen erkennbar. Die Sockelgeschosse von Gebäude sind meistens glatt und unverziert. Eine Unterteilung erfolgt lediglich durch torartige Eingänge, die zu den oftmals zahlreichen Palastkammern gehören. Im oberen Fassadenbereich der Gebäude finden sich die den Puuc-Stil charakterisierenden Dekorationselemente wie Gittermuster und geometrische Figuren aus Steinmosaiken. Über den torartigen Eingängen befinden sich hauptsächlich modellartige Gebäudefronten oder übereinander gesetzte Masken des Regengottes Chaac. Die Ecken der Gebäude werden durch mit nach unten hängenden und leicht eingerollten Nasen des Regengottes Chaac geschmückt.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich beim Puuc-Stil um keine eigenständige Weiterentwicklung der klassischen Mayakultur handelt, so wie beim Río Bec Stil und Chenes-Stil, sondern das der Puuc-Stil beeinflusst wurde durch Gebiete, die außerhalb der klassischen Mayakultur lagen.

Puuc-Route

Ungefähr 80 km südlich von Merida entfernt, auf der Halbinsel Yucatán befinden sich die zur „Ruta Maya“ gehörenden Maya - Ausgrabungsstätten Uxmal, Kabah, Sayil, Xlapak, Labná, und die Höhlen von Loltún. Während Uxmal die größte und am besten restaurierte Ausgrabungsstätte ist, handelt es sich bei den anderen um kleinere und weniger gut restaurierte Zonen. Die „Ruta Maya“ kann per Leihwagen oder aber mit dem Bus besichtigt werden.

Von z.B. Mérida aus werden Busfahrten entlang der Puuc-Route angeboten, mit Aufenthalt in den archäologischen Stätten Xlapak, Labná, Sayil,Kábah und Uxmal.

Abfahrt zur Puuc-Route in Mérida: 8.00, Terminal de Autobuses 2. Clase. Besichtigung der kleineren Stätten, jeweils ca. 20-30 Min / Stätte. Als letztes Uxmal. Ankunft in Uxmal: ca. 12.30. Der Puuc-Route-Bus fährt um 14.30 von Uxmal wieder zurück nach Mérida. (Quelle: Mexico-Community [1]

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