Victor Trujillo

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Victor Trujillo (geb. 1961 Mexiko-Stadt), mexikanischer Radio- und TV-Moderator. Landesweit bekannt wurde er in seiner Rolle als Clown "Brozo".

Biographie

Trujillo stieg bereits früh in den Journalismus ein, bereits mit 14 Jahren moderierte er Radiosendungen beim Sender XEB. Nach ersten Schritten auch im Theater und der Synchronisation ging er jedoch nach Deutschland, wo er eine Zeitlang als Kellner, Träger und Bauarbeiter tätig war.

Nach seiner Rückkehr war Trujillo mehrere Jahre als Synchronsprecher (u.a. Richard Chamberlain, Robert de Niro) aktiv und begann auch wieder, Theater zu spielen. Erst 1987 begann er eine Fernsehkarriere als Komiker in mehreren Sendungen. Dabei wurde 1988 erstmals die Figur des Clowns „Brozo“ erschaffen.

Den Durchbruch erzielte Trujillo mit dem Nachrichtenmagazin „El Mañanero“ ab 1994 (siehe unten), das nach ersten Stationen bei ACIR und CNI 40 ab 2002 auf Kanal 4 von Televisa ausgestrahlt wurde. Die Sendung mit Trujillo als „Brozo“ wurde nach dem Tod seiner Ehefrau 2004 beendet. Ein Jahr später startete Trujillo ein Nachrichtenmagazin auf Televisa mit dem Titel „El cristal con que se mira“ - anders als Brozo war das neue Format inhaltlich an gängige Politmagazine ausgerichtet. Im Oktober 2006 wurde die Show jedoch wieder eingestellt.

Trujillo war mit Carolina Padilla (gest. 2004) verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.

El Mañanero und Brozo

Seine erstmals 1988 aufgetretene Figur „Brozo, el payaso tenebroso“ erreichte landesweite Popularität. Der Radio- und TV-Moderator verpasste der Sprache des Clowns, den er immer mit übergestülpten grünen Locken, kirschenroter Nase und abgerissenen Klamotten präsentierte, einen derben und direkten Ton. Damit verkleidete er die jeweiligen Tagesnachrichten und -geschehnisse in eine Wortwahl, die den meisten Mexikanern nur zu geläufig ist. „Óoooorale chamacos“ war sein Schlachtruf der ab 2002 im TV ausgestrahlten täglichen Morgenshow „El Mañanero“.

Neben seiner trotz oder wegen der direkten Sprache reinen Unterhaltungswert besitzenden Moderation galt „Brozo“ auch als Sprachrohr der mexikanischen Unterschicht und "Symbol" ihrer Denkweise. Zwar schüttelten Analysten über seine offiziell als Nachrichtensendung präsentierte Morgenshow den Kopf - seinen Medieneinfluss aber demonstrierte die Figur auf dramatische Weise, als Trujillo-„Brozo“ im März 2004 die „Videoescandalos“ aufdeckte. Das live ausgestrahlte Video zeigte, wie der Unternehmer Carlos Ahumada dem PRD-Politiker René Bejarano Bestechungsgelder zusteckte. Der Mediencoup: Bejarano selbst saß im Studio, er war vorab nicht von der Ausstrahlung informiert worden.

Im Juni 2004 gab Trujillo die Rolle des Clowns und seine Show aus persönlichen Gründen auf: Ohne seine einen Monat zuvor verstorbene Frau, die als Produktionschefin die Show maßgeblich mitgestaltet habe, sei „Brozo“ nicht mehr von Bedeutung, so der Moderator in seiner Sendung. Entsprechend endete „El Mañanero“ mit Trujillos Selbstdemaskierung von Brozo.

Anfang 2006 wurde jedoch bekannt, dass die Figur des Clowns wieder auf Kanal 4 zurückkehren sollte. Am 28.April 2006 ging Trujillo erstmals nach zwei Jahren wieder als „Brozo“ auf Sendung ([1]).

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