Victoriano Huerta

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Victoriano Huerta
Staatspräsident

vom
18. Februar 1913 – 14. Juli 1914
Vorgänger: Pedro Lascuráin Paredes
Nachfolger: Francisco Carvajal
Geboren: 23.12.1854
Geburtsort Colotlán, Bundesstaat Jalisco
Gestorben: 13.01.1916
Sterbeort El Paso, USA
Ehefrau Emilia Águila

Soldat, Staatspräsident 1913-1914, geb. 23.12.1854 Colotlán, Jalisco, gest. 13.1.1916 El Paso, USA

Victoriano Huerta, kompletter Name José Victoriano Huerta Ortega, gilt als eine der "Unpersonen" der mexikanischen Revolution. Er putschte gegen den amtierenden Staatspräsidenten, ließ ihn ermorden und unterdrückte in seinen 15 Monaten an der Regierung die Opposition, die sich sehr schnell gegen ihn versammelte und schließlich seinen Sturz begründete.

Entdeckt durch General Donato Guerra, war der 14-jährige zunächst dessen Adjutant, trat dann mithilfe des damaligen Staatspräsidenten Benito Juárez in die Militärakademie ein. Bescheidenen Verhältnissen entstammend, machte Huerta innerhalb der Armee schnell Karriere. Er bekämpfte die aufständischen Yaqui-Indigena in Sonora und war 1901 Chef des Feldzugs gegen Chan Santa Cruz, dem letzten Überbleibsel der aufständischen Maya des Kasten-Kriegs auf der Halbinsel Yucatán. Dort soll er eine gegenüber der Zivilbevölkerung rücksichtlose Kriegsführung praktiziert haben.

1905 wurde Huerta Bauminister von Bernardo Reyes, dem Gouverneur von Nuevo León. Er kehrte 1910 in die Hauptstadt zurück und gehörte zur Leibgarde, die Porfirio Díaz 1911 auf dessen Weg ins Exil zum Hafen von Veracruz begleitete. Unter dem Zwischenpräsidenten Francisco de la Barra bekämpfte Huerta die Zapatisten unter Emiliano Zapata in Morelos. 1912 ist er auf Anweisung des Revolutionspräsidenten Francisco Madero im Norden, um die Rebellion von Pascual Orozco niederzuschlagen.

Am Aufstand der "Decena trágica" am 9.2.1913 in Mexiko-Stadt war Huerta zunächst nicht beteiligt. Als Stadtkommandant suchte er einen Ausgleich mit den Rebellen, die sich mitten im Zentrum verschanzt hatten. Doch bei Gesprächen mit dem US-Botschafter Wilson Lane und den Rebellenführern entschloss sich Huerta zum Seitenwechsel: Am 18.2. verhaftete er Madero und erzwang dessen Abdankung. Huerta wurde Staatspräsident. Madero ließ er am 22.3. erschießen. Die Mitverschwörer, u.a. Felix Díaz, Neffe von Porfirio Díaz wurden auf Botschafterposten abgeschoben.

Huerta sprach sich Sondervollmachten zu und zögerte nicht vor weiteren politischen Mordverbrechen, insbesondere als sich gegen ihn eine breite Widerstandsfront bestehender und neuer Rebellionen unter Venustiano Carranza bildete. Er hielt zunächst seine Position, musste aber nach der US-Besetzung von Veracruz (April 1914) und dem Verlust von Zacatecas (Juli 1914) seine Niederlage eingestehen. Am 15.7.1914 ging Huerta ins Exil. Bei seinem Versuch, ein Jahr später, nach Mexiko zurückzukehren, wurde er von den US-Behörden verhaftet. An Krankheiten leidend, starb Huerta schließlich in einem Krankenhaus in El Paso, USA.


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